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Montag, 01. Dezember 2008

Reisen und Trinkgelder ( Trinkgeld-Knigge, Bakschisch, Tip )

Andere Länder, andere Sitten...

 

Ein kleiner Überblick über Trinkgeldregeln in beliebten Reiseländern und was man in manchen Ländern falsch machen kann....

China


In China hat Trinkgeld keine Tradition und wird fernab internationaler Hotels oft als Beleidigung empfunden.

 

In Chinas Touristenzentren nimmt das Servicepersonal aber gerne zehn Prozent.

 

Das Zimmermädchen bekommt  zwei bis drei Yuan und der Reiseleiter einen Dollar.

Ägypten

Trinkgelder bei jeder Gelegenheit wichtig. Eigentlich kann man fast sagen, ohne läuft so gut wie garnichts.

Im Restaurant sind es 10 bis 15 Prozent. Im Taxi wird der Preis aufgerundet.

Zimmermädchen, Gepäckträger und andere Dienstleister freuen sich über ein kleines Trinkgeld von umgerechnet 50 Cent oder einem Euro.

Bitte beachten Sie, dass Ägypter mit Euro Münzen wenig anfangen können und diese so lange zusammensparen müssen, bis jemand ihnen diese gegen einen Euro - Schein tauscht.

Australien


Bis vor wenigen Jahren war Trinkgeld in Down Under unüblich. Mittlerweile wird guter Service wie hierzulande nach eigenem Ermessen belohnt.

Costa Rica

Einheimische geben kein Trinkgeld, weil Steuern und Service schon in der Rechnung enthalten sind.

Von Touristen wird aber des Öfteren eine Kleinigkeit erwartet. Zimmermädchen bekommen rund 200 Colones pro Nacht, Kofferträger 150 Colones pro Koffer

Frankreich

Im Restaurant oder Café werden 10 bis 15 Prozent gegeben. "Le pourboire", wie der Franzose sagt, wird einfach auf dem Tisch liegen gelassen.


Im Hotel ist der Obolus keine Pflicht; der Gast kann aber etwas auf dem Nachttisch hinterlassen.


Der Taxifahrer erhält zehn Prozent.

Großbritannien und Irland

In Restaurants gibt man 10 bis 15 Prozent "tip", in Irland maximal zehn Prozent.
Ist auf der Rechnung bereits eine "service charge" aufgeführt, darf es weniger sein.

Wichtige Ausnahme:


Im Pub wird an der Bar kein Trinkgeld gegeben. Wer den Barkeeper belohnen möchte, bietet ihm einen Drink an.

Für Kofferträger im Hotel sollte der Gast rund ein Pfund locker machen und im Taxi aufrunden

Italien

Trinkgeld ist in der Gastronomie nicht üblich. Oft taucht auf der Rechnung ein "coperto", eine Art Grundgebühr für das Gedeck und das Brot auf.

Wer besonders zufrieden war, kann zusätzlich ein paar Münzen auf dem Tisch liegenlassen.

In Espressobars gibt es dafür Tellerchen oder Sparschweine auf der Theke.

Im Hotel sind fünf Euro pro Woche für das Zimmermädchen üblich.

Im Taxi ist Trinkgeld kein Muss; der Betrag kann aufgerundet werden.

Mexiko

Es ist üblich Hotelpersonal, Kofferträgern am Flughafen (etwa 1 USD je Koffer), Touristenführern, Parkeinweisern sowie Kellnern in Restaurants und Bars Trinkgeld zu geben, wobei letztere 10 bis 15 Prozent des Rechnungsbetrages erwarten.

Taxifahrer erhalten grundsätzlich kein Trinkgeld.

Österreich

Im Restaurant sind wie in Deutschland fünf bis zehn Prozent angebracht.

Im Hotel erhält der Kofferträger meist einen Euro pro Gepäckstück, das Zimmermädchen ein bis zwei Euro pro Tag.


Das Geld wird vor der Abreise direkt ans Personal übergeben.

Friseure und Taxifahrer bekommen fünf bis zehn Prozent "Schmattes" oder "Schmatt", wie es im Landesdialekt heißt.

Portugal und Spanien

In der Gastronomie sind 10 bis 15 Prozent Trinkgeld üblich.

Wenn der Kellner das Wechselgeld zurückbringt, lässt der Gast das Trinkgeld liegen.

Im Taxi wird auf die nächsten 50 Cent oder den vollen Euro aufgerundet.


es ist unhöflich...

 

Als äußerst unhöflich gilt es, Kleinstbeträge wie Zwei- oder Fünf-Cent-Stücke liegen zu lassen.

Thailand und Malaysia

Hier ist man schon sehr westlich eingestellt. Im Restaurant sind zehn Prozent angebracht.

Weniger als zehn Bath Trinkgeld gelten als Beleidigung.

 

Hier sollte man bedenken, dass bei einem Kurs von ca. 1:50 und einem sehr geringen Einkommen der Angestellten jedes Trinkgeld den Angehörigen hilft.

Üblicherweise werden Trinkgelder in eine gemeinsame Kasse gelegt und am Monatsende an alle Angestellten gleichmäßig verteilt.

Türkei

In der Gastronomie sind zehn Prozent "Bakschisch" üblich.

Nichts geben gilt als unhöflich.

Für kleine Gefälligkeiten sollte man als Dankeschön eine Zigarette oder Ähnliches anbieten.
Im Hotel verhält es sich wie in Deutschland und Österreich.
Im Taxi sollte der Gast den Betrag nur aufrunden.

USA und Kanada

TOP als Bestandteil des Lohns

 

Der "Tip" von 15 bis 20 Prozent ist im Restaurant und beim Pizzaservice ein Muss, da er Bestandteil des Lohns ist.

Manchmal ist der Obolus schon auf der Rechnung ausgewiesen.

 

Der Kofferträger erhält einen kanadischen beziehungsweise ein bis zwei US-Dollar pro Gepäckstück, das Zimmermädchen ein bis zwei Dollar pro Nacht.

Im Taxi werden 15 Prozent gegeben.

Japan

In Japan hat Trinkgeld keine Tradition und wird fernab internationaler Hotels oft als Beleidigung empfunden.


Wer in Japan guten Service anerkennen möchte, tut dies mit kleinen Geschenken oder ein bis zwei Dollar.