Ecuador & Galapagos Reisen - News, Tauchen, Tauchbasen, Tauchreisen und Länderinformationen
Ecuador liegt auf der Südhalbkugel unseres Planeten
im Nordwesten Südamerikas. Der Äquator, der dem Land seinen Namen gab, trennt es in zwei Teile, wovon einer zur nördlichen und einer zur südlichen Hemisphäre gehört.ier verschiedene Welten treffen in Ecuador aufeinander: die Anden, das Amazonas-Gebiet, die Küste und die Galápagos-Inseln.
Informationen
Mit einer Fläche von 256.370 Quadratkilometern ist Ecuador zwar um etwa ein Drittel kleiner als die Bundesrepublik Deutschland, lässt jedoch keine Landschaftsform des Planeten aus. In wenigen Stunden durchqueren die Besucher ein Mosaik an Biozonen. Die Reise führt von schneebedeckten Vulkangipfeln über dichte Regenwälder bis hin zu einsamen Badestränden.Nirgends auf der Erde findet sich auf so kleinem Raum ein so großes Spektrum an Flora und Fauna wie in Ecuador:
25.000 verschiedene Pflanzen und Bäume
1.640 Vogelarten, 4.500 verschiedene Schmetterlinge, 354 Reptil-, 385 Amphibien-, und 258 Säugetierarten sind hier zu Hause.
Die Städte sind nicht weniger vielfältig
Auf 2.830 Metern über dem Meeresspiegel liegt Quito, die höchste Hauptstadt der Welt, mit ihren historischen Plätzen, schmuckvollen Bauten und prächtigen Kirchen.
Die Hafenstadt Guayaquil
hingegen lädt mit ihrem neoklassizistischen Zentrum und der Uferpromenade Malecón zum Verweilen ein. Cuenca, Ecuadors Kulturhauptstadt im Andenhochland, erinnert mit aufwendig verzierten Kolonialbauten an die Zeit der spanischen Eroberung.
So reich Ecuador an Kultur ist
so verschieden sind seine Menschen. Indígenas, Mestizen, Schwarze, Mulatten, Weiße, Asiaten und Araber leben hier zusammen. Die jahrtausende alten Traditionen der Ureinwohner wurden bis heute bewahrt. Auch das reichhaltige Kunsthandwerk, die bunten Feste und die ausgezeichnete Küche machen jeden Besuch in Ecuador zu einem unvergesslichen Erlebnis
Wale schaffen kleines Wirtschaftswunder
Erst kamen die Buckelwale, dann die Besucher
Im ecuadorianischen Fischerdorf Puerto López boomt der Wal-Tourismus
" Ecuadors Pazifikküste wird immer beliebter für die Beobachtung der bis zu 30 Tonnen schweren Meeressäuger.
" Die Besucher-Attraktion sorgt für sozialen Wandel. Aus Hausfrauen und Fischern wurden Tourismus-Profis.
" Der südamerikanische Staat schützt die Tiere seit diesem Jahr mit einem "nationalen Pass" vor der Jagd in der Antarktis.
Wale haben im ecuadorianischen Fischerdorf Puerto López ein kleines Wirtschaftswunder geschaffen. Immer mehr Besucher kommen dorthin, um in den Sommermonaten die riesigen Meeressäuger zu beobachten. Innerhalb von nur zehn Jahren entwickelte sich der Tourismus in der Gegend an der Pazifikküste zur absoluten Boom-Branche. Laut dem Leiter der lokalen Tourismus-Behörde, Pedro Falconí, werden in dem Ort und der umliegenden Region mit insgesamt rund 19.000 Einwohnern in diesem Jahr bereits rund 50.000 Besucher erwartet.Mittlerweile existieren in Puerto López 37 Unterkünfte wie Hotels, Hostels und Holzhütten, mit einer Gesamtkapazität von rund 1.500 Gästen. Im Jahr 2006 wurden im Kanton Puerto López nach Angaben des ecuadorianischen Tourismusministeriums 3,8 Millionen Dollar im Tourismus umgesetzt. Der neue und erfolgreiche Wirtschaftszweig läutete in dem Ort auch einen sozialen Wandel ein.
"Unser Leben hat sich verändert, seit wir die Wale entdeckten", sagt Martha Paz, die vor einem Jahr ein kleines Restaurant am Kai von Puerto López eröffnete. Vor zehn Jahren seien die Frauen dort nur mit Kindererziehung und Hausarbeit beschäftigt gewesen, erinnert sie sich. "Hier gab es keine Frauen, die arbeiteten, die meisten heirateten sehr früh, kümmerten sich um ihre Kinder und warteten bis ihre Männer vom Fischen nach Hause kamen", sagt auch Cristina Castro, die Forschungsdirektorin der Pacific Whale Foundation. Heute liegen die Dinge in dem ecuadorianischen Kanton in der Provinz Manabí anders. Aus Hausfrauen und Fischern wurden Tourismus-Profis. "Die Wale haben den Menschen die Möglichkeit gegeben, dass sie sich weiterbilden und beruflich qualifizieren", sagt Castro. In eigens geschaffenen Studienzentren absolvieren die Bürger von Puerto López Ausbildungen in den Bereichen Gastronomie und Ökotourismus. Fremdenführer Julio bringt die Entwicklung auf den Punkt: "Die Evolution im Tourismus in unserer Region geht von der Walbeobachtung aus. Jetzt wissen die Menschen, wie man mit Touristen umgeht.
" Walsaison ist in Puerto López aber nur von Juni bis September. In dieser Zeit tummeln sich rund 4.000 Buckelwale an der ecuadorianischen Pazifikküste. Die Meereskolosse reisen rund 7.000 Kilometer aus der Antarktis an, um in Ecuador ihre Paarungsrituale zu vollführen und ihre Jungen zur Welt zu bringen. Bei Bootsausflügen können Touristen die bis zu 17 Meter langen und 30 Tonnen schweren Tiere aus nächster Nähe beobachten, beispielsweise wenn sie bei Sprüngen aus dem Wasser ihre gewaltige Größe zeigen. Dabei werden ihre ecuadorianischen Gastgeber immer wieder Zeugen von großen Emotionen."Ich habe schon Touristen weinen sehen, wenn sie einen Wal neben dem Boot springen sahen", sagt Polo Parrales, ein früherer Fischer. Dem ecuadorianischen Staat liegt viel daran, das beeindruckende Naturschauspiel an seiner Pazifikküste zu erhalten. Mit einem "nationalen Pass" sollen die weit wandernden Wale seit diesem Jahr vor der Jagd in japanischen Hoheitsgewässern geschützt werden, erklärt Wal-Forscherin Castro."Im Gegensatz zu Japan beobachten wir die Wale und kümmern uns um sie", sagt sie. Die riesigen Tiere werden anhand ihrer jeweils einzigartigen Schwanzflosse identifiziert und mit Fotos registriert. "Es gibt keine zwei Gleichen auf der ganzen Welt", sagt Castro. Die Ecuadorianer befürchten, dass die Tiere trotz eines internationalen Schutzabkommens von japanischen Waljägern - angeblich zu wissenschaftlichen Zwecken - getötet werden. Im Mai hatte die Internationalen Walfang-Kommission einen Antrag Japans, den seit 1986 bestehenden Schutz der Wale aufzuheben, zurückgewiesen.
Die abwechslungsreiche Sonnenroute
Ecuadors Küste lässt sich am besten auf der Ruta del Sol erkunden. Vom Badeort Salinas führt sie bis in den Norden nach Esmeraldas. Auf dem Weg liegen einfache Fischerdörfer, breite Pazifik-Strände wie Los Frailes, das Surferparadies Montañita und der Nationalpark Machalilla. Dieser besteht aus feuchttropischem Regenwald, Trockenwäldern und dem maritimen Bereich um die Isla de la Plata. Die "Silberinsel", benannt nach den Schatzverstecken der Piraten, gilt als Miniaturausgabe der Gálapagos-Inseln und ist besonders für Vogel- und Seelöwenbeobachtungen geeignet.Zwischen Juni und Oktober tummeln sich vor Puerto López auch paarungsfreudige Buckewale.
Die weltweit höchsten Mangrovenwälder liegen in Majagual, im ökologischen Schutzgebiet Cayapas-Mataje.
In Küstenstädten wie dem beschaulichen Bahía de Caráquez oder dem Fischereihafen Manta gehören das Hochseefischen, ein ausgeprägtes Nachtleben und zahlreiche Meeresfrüchte-Lokale zu den touristischen Hauptattraktionen. Ein wichtiges Schutzgebiet für Seevögel in Ecuador ist die Insel Santa Clara im Golf von Guayaquil. Durch den Humboldtstrom bietet die südliche Küstenregion ideale Anbaubedingungen für Bananen. Die Provinz El Oro gilt als Geheimtipp für Ausflüge in versteckte Kolonialstädtchen in den Bergen oder in den verschlafenen Goldgräberort Zaruma.
Hier nun also einige Abenteuer Vorschläge rund um Ecuador
Anden
" Bergsteigen auch für Ungeübte: Aufgrund des einzigartigen Klimas in Ecuador können auch Menschen mit wenig Bergsteiger-Erfahrung den Gipfel eines 4- oder 5.000ers stürmen. Geübte Bergsteiger finden am Cotopaxi, mit 5.897 Metern der höchste aktive Vulkan der Erde, eine spannende Herausforderung. (www.cotopaxi.info)
" Die Drahtseilbahn Teleférico in Quito fährt in etwa zehn Minuten zum Gipfel des Cruz Loma. Von 4.100 Metern eröffnet sich ein phantastischer Ausblick auf Quito und die schneebedeckten Andenkordilleren.
" Die abenteuerliche Zugfahrt von Riobamba nach Alausi auf dem Dach der Eisenbahn: im Zickzack-Kurs geht es um die Teufelsnase. (www.codeso.com/TurismoEcuador/TurismoTren01.html). Wem diese Fahrt zu heikel ist, der findet im Chiva Express eine sanfte Alternative. (www.chivaexpress.com)
Küste
" Die 640 Kilometer lange Küste Ecuadors ist ein Paradies für Surfer. Besonders von November bis Januar finden Wellenreiter hier ideale Bedingungen vor. Neben der Surfhauptstadt Montañita warten auch Ayampe und Punta Carnero mit langen Stränden und hohen Wellen auf.
" Buckelwal-Beobachtung von Juni bis September in der Nähe der Isla de la Plata und Puerto López; die Meeressäuger schwimmen zur Paarung und zum Kalben von der Antarktis in die warmen Gewässer Ecuadors.
Amazonia
" Besuch des Regenwaldes: Übernachtung in einer Bambus-Lodge, Ausflüge im Einbaum, Dschungelwanderungen auf dem Medizinlehrpfad, Glühwürmchen-Beobachtung auf Kanufahrten bei Nacht, Gold waschen am Fluss oder die Begegnung mit einem Schamanen.
" Wechselbad der Gefühle: Einmal in den wild romantischen Urwald-Lagunen oder moosgrünen Flüssen des Amazonas zu baden, gehört bei jedem Ausflug in den Regenwald dazu. Das Amazonas-Abenteuer ist aber erst komplett, wenn später aus denselben Gewässern Piranhas geangelt werden und am Abend die Augen der Kaimane leuchten.
" Lautlos und leicht: Ecuadors warme und klare Dschungelflüsse bieten ideale Bedingungen für alle Wassersportfans. Wer lautlos mit einem Kajak durch den grünen Regenwald gleitet, fühlt sich leicht wie eine Feder und mutig wie Mogli. Bevor tropenhungrige Abenteuer zur Fahrt auf dem Rio Napo oder dem Rio Misahualli aufbrechen, empfiehlt sich eine Einführung durch fachkundige Guides, die alles erklären, was zu einem sicheren Kajaktrip dazugehört. www.riosecuador.com
" Stellen Sie sich vor, Sie erkunden den Regenwald in den Baumkronen, auf ca. 30m Höhe über dem Boden! Dieser feste Fußweg ist mit dem Boden über drei Metallpfeiler stabil verankert und bietet die unglaubliche Möglichkeit, Dutzende von Tieren und Epiphyten zu sehen, die nur sehr selten vom Boden aus sichtbar sind. Eine neue und lang erwartete Attaktion unter den Aktivitäten in Sacha ist unser 300m langer Baumkronen-Pfad. (www.sachalodge.com/ger/atractions.asp#birdwalk)
" Allmählich entwickelt sich Baños, das Tor zum Urwald zur Adrenalinhauptstadt Ecuadors: Hier kann man mit dem Fahrrad die Wasserfallroute entlangfahren, sich mit einer Art Bungee-Seil beim Puenting von einer Brücke stürzen, sich beim Canoying in Lagunen Abseilen oder Klettertouren unternehmen.
Galápagos Tauchen und Natur
" Dicke Fische
Die Tauchgründe des Galápagos-Archipels lassen selbst die Herzen erfahrener Taucher höher schlagen: So viele Großfische wir hier bekommt man sonst nirgendwo zu sehen. Ganze Schulen von Hammerhaien, Galápagoshaien und Seidenhaien ziehen vor den staunenden Augen der Besucher in Froschanzügen ihre Kreise, besonders vor den Inseln Darwin und Wolf. Auf drei bis vier Tauchgängen pro Tag in bis zu 30 Metern Tiefe begegnet man auch Rochen, Seelöwen, Tümmlern und Meeresschildkröten. Jeder Ausflug in die aparte Lava-Unterwasserwelt von Galápagos wird von erfahrenen Tauchführern geleitet (www.aggressor.com, www.scubagalapagos.com, www.divinggalapagos.com).
Galápagos - eine Schatzkiste der Natur
Galápagos wird auch "Las Islas Encantadas" genannt - die bezaubernden Inseln. Tatsächlich wirkt der Archipel wie eine Traumwelt. Fast 1.000 Kilometer von der Küste Ecuadors entfernt, erkennt man die siebzig unterschiedlich großen Inseln an ihren weißen Sandstränden, grünen Mangrovenwäldern und stachligen Lavakakteen. In der kargen, vulkanischen Landschaft sonnen sich saurierähnliche Landechsen, posieren Seelöwen für die Touristen, kriechen Riesenschildkröten durch den Sand. Weitere Attraktionen sind Blaufuß-, Rotfuß- und Maskentölpel, Flamingos, Albatrosse und Pinguine. Sie können das ganze Jahr über beim Brüten und Balzen beobachtet werden. Charles Darwin entwickelte hier 1835 anhand der nach ihm benannten Darwinfinken seine berühmte Evolutionstheorie und stellte schon damals fest: diese Inseln sind etwas ganz Besonderes. Durch die klimatischen Bedingungen und die isolierte Lage wurde der Galápagos-Archipel zu einem einzigartigen Laboratorium für Tierarten, die sonst nirgendwo auf der Welt zu finden sind.
Ebenso wie die Islas Santa Cruz, Isabela, Baltra und Floreana ist das Eiland San Cristóbal bewohnt und wird vor allem für den Anbau exotischer Früchte genutzt. Im Hochland der Insel kann man in der Süßwasserlagune El Junco baden. In der Nähe Puerto Baquerizo Morenos, der Hauptstadt von Galápagos, ragt der spitze Felsen León Dormido, der "schlafende Löwe" aus dem Meer. Kolonien von Seelöwen geben sich auf der Isla Lobos ein Stelldichein. Auf Santa Cruz werden in der berühmten Charles-Darwin-Station Projekte durchgeführt, um endemische Tierarten vor dem Aussterben zu bewahren. Dort leben Riesenschildkröten, die ein Alter von 150 Jahren erreichen können. Das Meeresschutzgebiet vor Galápagos, das zusammen mit den Inseln zum Weltnaturerbe erklärt wurde, ist ein Muss für alle Tauchfreunde. Im kristallklaren Wasser lassen sich Wale, Rochen, Schwertfische und Hammerhaie erblicken.
hier mehr Informationen zu Galapagos
Daten und Fakten der Republik Ecuador
Größe
ca. 272.000 km², (was in etwa der Größe Westdeutschlands entspricht), davon entfallen 7.812 km² auf die Galápagos-Inseln
Lage an der Nordwestküste Südamerikas am Äquator,
Galápagos-Inseln ca. 1.000 Quadratkilometer vor Ecuador
Nachbarländer Peru und Kolumbien
Hauptstadt Quito (1,7 Mio. Einwohner, 2.850 m ü.d.M.)
Einwohner 12,4 Mio.
Sprache Spanisch (Landessprache), Quechua und weitere Indígena-Sprachen
Religion Römisch-Katholisch (ca. 85 % der Bevölkerung), Protestanten, Juden und Anhänger von Naturreligionen
Nationalfeiertag 10. August (Día de la Independencia)
Währung US-Dollar
Klima Aufgrund der Nähe zum Äquator ist es in der Küstenregion und dem Amazonasgebiet ganzjährig tropisch heiß. Im Andenhochland herrscht gemäßigtes Klima mit hohen Tages- (ca. 25 °C) und Nachtschwankungen (ca. 6°C). Ecuador ist ein Ganzjahresreiseziel.
Einreisebestimmungen Für einen bis zu 90 Tage dauernden Aufenthalt können deutsche und österreichische Touristen mit einem noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass ohne vorherige Einholung eines Visums einreisen.
Impfbestimmungen Obwohl Ecuador offiziell keine Pflichtschutzimpfungen verlangt, ist grundsätzlich ein aktueller Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A und B zu empfehlen, ferner eine Impfung gegen Gelbfieber bei Reisen in das tropische Landesinnere oder in die Küstenprovinz Esmeraldas. Bei einer Reise in das Küstengebiet oder Amazonas-Tiefland sollte eine Malariaprophylaxe eingenommen werden.
Höhenkrankheit Bei Problemen mit den z. T. extremen Höhen in Ecuador gelten einige Grundregeln: Möglichst nicht rauchen oder Alkohol trinken, am ersten Tag ruhen, Coca-Tee (mate de coca) trinken, etc. Akklimatisierungsbeschwerden verschwinden in der Regel spontan im Laufe von ein bis zwei Tagen.
Zeitzonen Ecuador Festland MEZ - 6 Std.(Winter), MEZ - 7 Std. (Sommer)
Galapagos Inseln MEZ - 7 Std.(Winter), MEZ - 8 Std. (Sommer)
(MEZ=Mitteleuropäische Zeit)
Anreise Ankunftsflughäfen sind Quito und Guayaquil.
Quelle:
mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung - BZ.COMM e.K.



