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10.2.2012 : 5:32 : +0100





Die Kanarischen Inseln Reiseinformation - Tauchen und Tauchreisen


Die Kanaren wurden wahrscheinlich im ersten Jh. v.C. von nordafrikanischer Berberstämme besiedelt. Sie brachten neben Getreide auch die ersten Haustiere wie Hunde, kleinwüchsige Ziegen oder Hausschweine auf die Kanaren mit.Erst mit der Eroberung durch die Spanier rückten die Inseln im 15. Jahrhundert immer mehr in das Blickfeld Europas.I m Laufe des 16. Jahrhunderts erlangte die Anpflanzung von Zuckerrohr auf Teneriffa, Gran Canaria und La Palma grosse Bedeutung. Der Anbau von Wein hatte erlebte im 17. Jh. einen starken Aufschwung, während die Zuckerindustrie in eine Krise geriet. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Handel mit dem roten Cochenille-Farbstoff der gleichnamigen Läuse des Feigenkaktus zum wichtigsten Gut.

 



Die Kanarischen Inseln

 

sind Inseln zwischen 2.000 und knapp 300 qkm Grösse und liegen vor der Nordwestküste von Afrika und besitzen insgesamt ca. 1.500 km Küste. Sie sind vulkanischen Ursprungs und meist gebirgig. Die höchste Berg Spaniens, der Teide, befindet sich auf Teneriffa. Es gibt zwei Verwaltungsregionen.Die Hauptstadt der östlichen Inseln ist Las Palmas auf Gran Canaria und die der westlichen Inseln ist Santa Cruz auf Teneriffa.


Das kanarische Klima
zeichnet eine geringe Differenz der Sommer- und Wintertemperaturen sowie der Tages und Nachttemperaturen aus. An der Küste ist es tagsüber im Schnitt 22°C warm. Im Winter fällt die Temperatur selten unter 15°C und im Hochsommer steigt die Quecksilbersäule kaum einmal über 30°C. Lediglich der Regen unterscheidet sich auf den verschiedenen Inseln. Prinzipiell regnet es in nördlichen Inselgebieten und grösseren Höhenlagen häufiger.Zudem ist es auf den westlichen Inseln Teneriffa, La Gomera, La Palma und El Hierro feuchter, als auf den östlichen Inseln. Zum Sonnenbaden sind somit die östlichen Inseln vom Frühsommer bis zum Spätherbst ideal, für Wanderer und Naturliebhaber die westlichen Inseln besondern im Frühjahr und Frühsommer, da zu dieser Zeit die Natur nach der regenreicheren Zeit aufblüht.

Beste Reisezeit
Zum Baden und Entspannen sind die Sommer- und Herbstmonate am besten obwohl auch im Winter ein mildes Klima herrscht und noch gebadtet werden kann. Für den Wander- und Kultururlaub ist immer Saison, am schönsten ist es wohl im Frühjahr, wenn die Pflanzenwelt aufblüht

Wassersport
In den Touristenzentren der Kanaren ist das Angebot an Wassersportarten besonders umfangreich. Schnorcheln, Tauchen, Surfen, Segeln, Jetski, Wasserski sind vertreten.Für Taucher sind vor allem die steilen Riffs südlich Fuerteventura und an der Küste von El Hierro interessant.Windsurfer finden auf Fuerteventura sehr gute Bedingungen. Zahlreiche Surf-, Tauch- und Segelschulen bieten Unterricht und Ausrüstungsverleih an.

Einreise und Verkehr
J
ede der kanarischen Inseln hat einen eigenen Flughafen. El Hierro wird i.d.R. nur vom Nordflughafen von Teneriffa angeflogen. Zwischen den kanarischen Inseln verkehren täglich Fähren.

Geld und Preisniveau
Die gängigen Kreditkarten werden in grösseren Hotels und Geschäften allgemein akzeptiert. Vielfach auch in den Restaurants der grösseren Städte so wie bei verschiedenen Autovermietern. Dahingegen werden Euroschecks in der Regel nicht akzeptiert.Mit Ihrer EC-Karte + PIN-Nummer bzw. Ihrer Kreditkarte bekommen Sie an vielen Geldautomaten und grösseren Hotels an Bargeld.

Sprache
Amtssprache ist auf den Kanaren Spanisch. Es gibt nur wenige Dialekte, da die Kanaren-Bürger meist vom Festland stammen bzw. Reimmigranten aus Südamerika sind. So hat sich nur der eine oder andere südamerikanische Ausruck eingebürgert.
In den Touristengebieten wird häufig Deutsch und Englisch gesprochen oder verstanden.

Unterkünfte
Je nach Insel und üblichem Tourismus bekommt man preisewerte Pauschalangebote oder einsame Häuschen.Die Mehrzahl der Hotels befindet sich in Küstennähe, wo das Klima mit einer Durchschnittstemperatur von min. 19° C milder ist.In grösseren Städten gibt es gehobenere Touristen- und Geschäftshotels.Das Preisniveau ist - abhängig von der touristischen Erschlossenheit - etwas preiswerter als in Deutschland.

Die kanarische Küche
ist oft rustikal und bildet mit Fleisch (Huhn, Ziegen, Kaninchen) und vor allem Meeresfrüchte (verschiedene Thunfischarten, Makrelen, Krabben, Garnelen) die Basis. Dazu werden meist Kartoffeln mit verschiedenen Soßen serviert. Eine sehr leckere kanarische Spezialität sind die im Meerwasser gekochten kleinen Kartoffeln mit Schale und Mojo-Soße (scharf und aus grüner (Mojo verde) bzw. roter (Mojo rojo) Paprika, Perperoni und Gewürzen). Auch weit verbreitet ist ein drittes Soßen-Töpfchen mit Alioli, einer schmackhafen Mayonnaise-Knoblauch-Tunke.

In Spanien gibt es keine gesetzlichen Ladenschlusszeiten
Die meisten Geschäfte haben am Nachmittag (zur Sieste zwischen 14.30 bis 17.00 Uhr) geschlossen. Dafür öffnen die Geschäfte am Abend meist bis mindestens 20.00 Uhr.
Post, Banken und öffenliche Ämter haben in ländlichen Gebieten meist nur bis zur Siestapause geöffnet.

Spanien hat die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit und wie in Deutschland 220 Volt Wechselstrom mit 50 Hertz.

Die Inseln

Teneriffa


ist mit über 2.000 qkm die grösste und vielseitigste der Kanarischen Inseln. Santa Cruz de Tenerife ist Regierungssitz der westlichen Kanareninseln. Wie die anderen Kanaren-Inseln ist das ganzjährig warme Klima nur einer von vielen Anziehungspunkten. Sie beherbergt mit dem Pico de Teide Spaniens höchsten Berg und die Insel hat im nördlichen Teil auch einige richtig üppig grüne Wälder. Im Süden gibt es mit Playa des Americas und Los Cristianos zwei grosse Strand- und Hotelgebiete. Die Mitte beherrscht die Hochebene der Cañadas, das über 2.000m hoch gelegene Gebiet um den Vulkankegel des 3.718 m hohen Pico del Teide.

Gran Canaria

gilt als Miniaturkontinent innerhalb er Kanaren. Die Insel liegt im weniger regenreichen östlichen Teil des kanarischen Archipels. Dennoch finden sich in der Mitte der Inseln und im Norden verschiedene Vegetationszonen. Der Süden ist vergleichsweise karg und fest in touristischer Hand der grossen Touristenhochburgen Playa des Inglés und Maspalomas mit der grossen Dünenlandschaft.Mit Las Palmas besitzt Gran Canaria den Regierungssitz der östlichen Kanareninseln und die grösste Stadt der Kanaren. Sie ist mit ca. 350.000 Einwohnern einer der wichtigsten Atlantikhäfen.

Lanzarote

ist im Gegensatz zu den westlichen Kanareninseln wenig mit Regen gesegnet.
Zudem hat die 845 qkm grosse Insel im 18. Jahrhundert über Jahre unter schweren Vulkanausbrüchen leiden müssen, die die Insel prägten. Noch heute ist der ehemals fruchtbare Westen lavabedeckt.Doch genau dieses Gebiet ist heute - neben den Stränden im Süden - eine der Hauptattraktionen der Insel, die Feuerberge. Sie bieten eine einzigartige Mondkraterlandschaft und bieten im Sonnenlicht ein Farbenspiel, das seinesgleich sucht.

Fuerteventura

ist mit über 1.700 qkm die zweitgrösste kanarische Insel. Sie ist mit ihren 300 Sonentagen im Jahr das ideale Urlaubsziel für alle Sonnen und Strandhungrigen Urlauber. Die feinsandigen Strände der Urlaubszentren Jandia, Corralejo, Sotavento, Costa Calma oder Playa del Castillo ziehen mit ihrem kristallklaren Wasser jährlich mehr Urlauber an.Wegen des ganzjährigen Windes ist Fuerteventura auch bei Windsurfern beliebt. Ein bekanntes Tauchrevier ist auch das Gebiet um die Meerenge El Rio im Süden von Fuerteventura.

La Palma

ist die grünste der kanarischen Inseln. Sie hat den Beinamen La Isla Bonita- die schöne Insel. Anders als auf den östlichen Nachbarinseln gibt es auf La Palma nur vereinzelt Strände. Dies ist wohl der Grund, weshalb der Bau- und Touristenboom in den 70ern und 80ern Halt vor La Palma gemacht haben.Allerdings ist die Insel mit vielen endemischen Pflanzen, der grossen Kraterschucht Caldera de Taburiente, den Kratern der Cumbre für Natur- und Wanderfreund ein El Dorado und inzwischen auch kein Geheimtipp mehr.

La Gomera

ist mit knapp 400 qkm die zweitkleinste Insel des Archipels. Das touristisches Zentrum der grünen Insel ist die tiefe Schlucht Valle Grand Rey .Hier befinden sich ausgedehnte Terrassenfelder, Palmenhaine und Bananenplantagen. Ist der Süden mit dem kleinen Toursitenzentrum Playa de Santiago vergleichsweise karg, so wird die zu den westlichen und grüneren Gebieten zählende Insel der Kanaren immer dichter bewachsten. Sehenswert ist der immergrüne Lorbeerwald Bosque El Cedro. Zahlreiche Gebiete zwischen den zerklüfteten Tälern lassen sich nur zu Fuss auf Wanderungen erschliessen. Die Insel ist somit auch ein Ziel für Naturliebhaber.