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10.2.2012 : 4:25 : +0100





Madagaskar Reiseinformation - Tauchen und Tauchreisen


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Noch vor etwa 1500 Jahren war die Insel Madagaskar noch so gut wie unbewohnt. Heute  zählt Madagaskar etwa ungefähr 18 Millionen Einwohner, die sich in 18 größere ethnische Gruppen aufteilen. Die Madagassen leben vor einem kulturell recht einheitlichen Hintergrund, was Religion, Sprache und Gebräuche angeht.



Madagaskar in Zahlen und Fakten

Hauptstadt Antananarivo
Zeitunterschied zur MEZ + 2 Stunden
Flächennutzung  Wald 24,8 %
Landwirtschaft 63,2 %
Wasser 0,9 %
Sonstige 11,1 % (1994)
höchste Berge Maromokroto (Tsaratanana) 2876 m Boby (Andringita) 2656 m
Tsiafajavona 2643 m
Bedeutende Inseln Nosy Bé / Nosy Sainte Marie
Küstenlänge 4.828 km

Fläche in 1.000 km² (Weltrangplatz): 587
Einwohner in 1.000 (Weltrangplatz): 16.500
Landeswährung von Madagaskar, 1 Euro = Landeswährung: 2 472 Ariary

Politik, Ministerien von Madagaskar
Unabhängigkeit von Madagaskar 26.6.1960 (ehemals französische Kolonie)
Nationalfeiertag von Madagaskar 26.6.
Regierungsform von Madagaskar Präsidialdemokratie
Staatsoberhaupt von Madagaskar (9.8.2005):Marc Ravalomanana seit 6.5.2002
Amtszeit 4 Jahre Direktwahl
Regierungschef von Madagaskar (9.8.2005) Jacques Sylla seit 26.2.2002
Außenminister von Madagaskar (9.8.2005) Marcel Ranjeva seit 18.6.2002
Parlamente von Madagaskar 1. Nationalversammlung Parlament von Madagaskar

Wirtschaft, Statistik, Soziales von Madagaskar
Export (Hauptausfuhrprodukte) Kaffee, Meeresfrüchte, cloves, Vanille,
Erdölprodukte, Chrom

Daten  zu Wirtschaft und Soziales
Wirtschaft nach Wirtschaftssektoren 
Dienstleistungen 56 %
Industrie 14 %
Landwirtschaft:30 %
Urbanisierung von Madagaskar 30 %
Bevölkerungswachstum pro Jahr von Madagaskar 2,8 %
Kindersterblichkeit von Madagaskar 15,6 %
Alphabetisierung von Madagaskar 65,7 %
Einwohner pro Arzt in Madagaskar 8.333

(Vergleichszahlen Bundesrepublik, nach Harenberg (2004) :
Dienstleistungen 64 %, Industrie: 35 %, Landwirtschaft: 1%, Urbanisierung: 88 %,
Bevölkerungswachstum 0,3 %, Kindersterbichkeit 0,5 %, Alphabetisierung: 99 %, E. pro Arzt: 298)

Altersaufbau (2004 geschätzt)
0-14 Jahre 44,9%
15-64 Jahre 52%
ab 65 Jahre 3,1%

Menschen, Geschichte, Sprache und Kultur Madagaskars


Noch vor etwa 1500 Jahren war die Insel Madagaskar noch so gut wie unbewohnt.
2005 zählte Madagaskar etwa ungefähr 18 Millionen Einwohner, die sich in 18 größere ethnische Gruppen aufteilen. Die Madagassen leben vor einem kulturell recht einheitlichen Hintergrund, was Religion, Sprache und Gebräuche angeht.Die Geschichte Madagaskars beginnt mit der Besiedlung der Insel, die in Schüben spätestens seit dem 5. Jahrhundert zunächst aus dem indonesischen später dann aus dem arabischen Raum stattfindet. Zahllose kleine Königreiche bilden sich in der Folgezeit. Ende des achtzehnten Jahrhundert ist die riesige Insel politisch geeint. Seit diesem Zeitpunkt kann man vom Staat Madagaskar sprechen, der sich vom Königreich über die französische Kolonialzeit zur modernen Republik entwickelte.

Die Sprache
des Inselstaates ist madagassisch (malagasy) und hat sich wahrscheinlich bereits im 11. Jahrhundert als Landessprache entwickelt. Missionare steuerten im neunzehnten Jahrhundert mit der ersten Bibelübersetzung die lateinische Schrift bei, die die bis dahin aus dem arabischen stammende, nur wenig verwendete Schrift (sorabe) ablöste.
Die Küche der Insel ist geprägt durch ihre hauptsächlich von der Landwirtschaft und Fischerei lebenden Bewohner. Im Mittelpunkt jeder Mahlzeit, sei es morgens, mittags oder abends, steht der Reis (vary).

Madagaskars Landschaften, Regionen und Städte
Noch vor etwa 1500 Jahren war die Insel Madagaskar noch so gut wie unbewohnt. Heute (2005) zählt Madagaskar etwa ungefähr 18 Millionen Einwohner, die sich in 18 größere ethnische Gruppen aufteilen. Die Madagassen leben vor einem kulturell recht einheitlichen Hintergrund, was Religion, Sprache und Gebräuche angeht.

Die Geschichte Madagaskars
beginnt mit der Besiedlung der Insel, die in Schüben spätestens seit dem 5. Jahrhundert zunächst aus dem indonesischen später dann aus dem arabischen Raum stattfindet. Zahllose kleine Königreiche bilden sich in der Folgezeit. Ende des achtzehnten Jahrhundert ist die riesige Insel politisch geeint. Seit diesem Zeitpunkt kann man vom Staat Madagaskar sprechen, der sich vom Königreich über die französische Kolonialzeit zur modernen Republik entwickelte.

Die wichtigsten madagassischen Traditionen
sind die Beschneidung der Jungen und der Ahnenkult, der sich am offensichtlichsten im Fest der Totenumwendung (famadihana) manifestiert. Heute noch sind mehr als 50% der Madagassen ihrem traditionellen Glauben (zanahary) verbunden, daneben bekennen sich 45% zum Christentum (mit leicht katholischer Dominanz) und 5% sind Muslime. Für alle Madagassen, gleich welchen Glaubens, sind es aber die verstorbenen Ahnen, die die Geschicke der lebenden Nachkommen und Verwandten lenken.

Die Kultur Madagaskars
ist geprägt durch Musik, die traditionelle und moderne Pop- und Tanzmusik umfasst, das Theater, das in ländlichen Gegenden das Fernsehen ersetzt und die Redekunst.Der Grundriss eines madagassischen Hauses ist immer rechteckig, was die Herkunft aus dem asiatischen Raum belegt, während afrikanische Hütten meist einen runden Grundriss aufweisen.

Die Sprache
des Inselstaates ist madagassisch (malagasy) und hat sich wahrscheinlich bereits im 11. Jahrhundert als Landessprache entwickelt. Missionare steuerten im neunzehnten Jahrhundert mit der ersten Bibelübersetzung die lateinische Schrift bei, die die bis dahin aus dem arabischen stammende, nur wenig verwendete Schrift (sorabe) ablöste.

Die Küche
der Insel ist geprägt durch ihre hauptsächlich von der Landwirtschaft und Fischerei lebenden Bewohner. Im Mittelpunkt jeder Mahlzeit, sei es morgens, mittags oder abends, steht der Reis (vary).

 

Madagaskars Landschaften, Regionen und Städte  Klima - Provinzen - Ortsnamen - Geologie

 

Die "Große Insel" Madagaskar (auf madagassisch: Madagasikara), wegen ihrer bis zu 20 m dicken roten lateritischen Erdschicht auch "Rote Insel" genannt, liegt im Indischen Ozean zwischen dem 12. und 27. Grad südlicher Breite und 45. und 54. Grad östlicher Länge, durch den 400 km breiten Kanal von Mosambik von Afrika getrennt. Die Insel hat eine Landfläche von 587.041 km² (zum Vergleich Deutschland 356.970 km²) und ist damit so groß wie Deutschland, Holland, Belgien, Österreich und die Schweiz zusammen. Südlich des Äquators gelegen schneidet der Südteil der Insel den südlichen Wendekreis. Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Welt (nach Grönland, Neuguinea und Borneo), 580 km breit in Ost-West-Richtung an ihrer breitesten Stelle und 1.600 km lang in Nord-Süd-Richtung. Die Küstenlänge beträgt 5.000 km.

Der höchste Berg Madagaskars
ist der Maromokotro (2.876 m) im Norden der Insel. Ein zentraler Gebirgszug durchzieht den roten Kontinent von Norden nach Süden und bildet ein Hochplateau mit einer mittleren Höhe von 1.200 bis 1.500 m. Das Ankaratra-Gebirge liegt im zentralen Hochland mit maximal 2.600 m Höhe, die höchste Erhebung im südlichen Teil Madagaskars ist der Pic Boby mit 2650 m. Die Hochebene steigt von Westen nach Osten nur gemchlich an und endet etwa 100 km vor der Ostküste in einem Steilabfall, der sich parallel zur Ostküste von Norden nach Süden durch die Insel zieht

Fünf große Binnenseen
befinden sich im Inneren von Madagaskar: der Alaotra-See und der Itasy-See im nordöstlichen und nordwestlichen Hochland, der Kinkony-See im Westen und der Ihotry und Tsimanampetsotsa-See im Süden.

 

Natur pur: Madagaskars Tier- und Pflanzenwelt

 

Madagaskar ist einzigartig!
Die überwiegende Mehrheit der hier vorkommenden Tiere und Pflanzen ist endemisch, kommt also nur auf Madagaskar vor, was Madagaskar in den Rang eines ökologischen Inselkontinents erhebt. Seit sich die Insel vor etwa 110 Millionen Jahren vom afrikanischen Kontinent und vom Gondwanaland (mit Antarktis, Australien und Südafrika zusammen) gelöst hat, konnte sie ihre eigene Artenvielfalt entwickeln. Insbesondere kleinere Urwelttierarten konnten sich durch die Abwesenheit von Menschen und anderen großen Fleischfressern ungehindert weiterentwickeln und diversifizieren.Die Biodiversität dieser biologischen Arche Noah ist heute allerdings stark bedroht. Die Ausbreitung der Menschen auf der großen Insel und die damit verbundene Brandrodung und fortschreitende Bodenerosion habeneinen großen Teil der ursprünglichen Vegetation und Fauna bereits zerstört. Seit 1990 wurde vom madagassischen Staat mit Unterstützung zahlreicher Umweltorganisationen eine Vielzahl von Schutzgebieten geschaffen.Wer an die Tierwelt Madagaskars denkt, denkt zuerst an die einzigartigen Lemuren, die Halbaffen Madagaskars. Diese Uraffen konnten sich über die Jahrmillionen in Madagaskar aus einer ursprünglichen Lemurenart entwickeln und ungehindert neue Arten bilden durch die Abwesenheit von größeren Raubtieren oder höher entwickelten Primaten, die sie im Rest der Welt fast vollständig zurückgedrängt haben. Darüberhinaus bevölkert auch eine Unzahl von Insekten, Vögeln, Reptilien, Amphibien, Schnecken, Schildkröten, Eidechsen und Krokodilen die Urwälder und Savannen Madagaskars.Botaniker schätzen, dass es in Madagaskar mehr als 10.000 Pflanzenarten gibt - eine wahre Schatzkammer, in der es täglich noch etwas Neues zu entdecken gibt. Besonders erwähnenswert sind die Sukkulenten und Baobabs, über 1000 Orchideenarten und Wasserpflanzen, aber auch die Vielzahl der Palmen- und Baumgewächse.Der französische Naturforscher A. Grandidier hat auf seinen Madagaskarreisen von 1865 bis 1870 die Natur des Landes erfasst. Viele Entdeckungen von bis dahin unbekannten Tier- und Pflanzenarten gehen auf ihn zurück. Der botanische Garten im Zoo von Antananarivo wurde von ihm gegründet.