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17.8.2017 : 5:43 : +0200


Reisebericht Costa Brava - Girona - Katalanien

 

Ein Reisebericht von Peter Brehmer
für das Onlinemagazin Divers Travel Guide

 

 

 

Schon während des Fluges nach Barcelona vermittelte der Blick aus dem Fenster auf die Bergwelt das Gefühl von Urlaub.

 

Hotel in L`Escala

 

Im Hotel in L`Escala, einer Kleinstadt im Süden der Bucht von "Golf de Roses" nordöstlich von Girona angekommen, bot sich einem eine schöne Aussicht auf das Meer. Die späte Stunde liess aber wenig Zeit dafür, denn am nächsten Tag wartete ein volles Programm auf uns.Am Vormittag begann die Führung durch die griechisch-romanischen Ruinen in Empuries.Griechische Händler errichteten hier im 6.Jhd. v. Chr.eine erste Ansiedlung um sie später zu erweitern. Dieser Teil ist heute zu besichtigen als die "griechische Stadt".

 

 

218 vor Chr. landete ein römisches Heer im Hafen von E

und leitete so den Prozess der Romanisierung der Iberischen Halbinsel ein. Es entstand ein neuer Stadtteil die "römische Stadt". Auf dem Foto ist das Haupttor der römischen Stadtmauer zu sehen.Später verlor die Stadt zunehmend an Bedeutung und war lange Zeit völlig verlassen, bis im 9.Jhd. aus Empuries ein kleiner Fischerort wurde, deren Einwohner dann im 16. Jhd.die Kleinstadt L`Escala gründeten, die sich bis heute eine Industrie bewahrt hat, die weltweiten Ruf geniesst: das Einsalzen von Anschovis.

 

CLUB NAUTIC L`ESCALA - Segeln

Nach diesen interessanten historischen Informationen stand der Besuch des " CLUB NAUTIC L`ESCALA" an. Eine tolle Anlage, die nicht nur von Spaniern, meist vom nahen Barcelona genutzt wird, sondern auch von vielen Franzosen, da die Grenze nicht weit entfernt ist. Besonders betont wurde, dass die Anlage nicht nur Clubmitgliedern zur Verfügung steht, sondern auch offen ist für zeitweilige Nutzer oder als Winterquartier. Etliche Events stehen im laufe des Jahres auf dem Programm und eines, die Europameisterschaften in der "Europaklasse" konnten wir von einem Boot, das der Club freundlicherweise stellte, beobachten.Nach den Manövern vor dem Start ging es ab zu den Wendepunkten, zu denen wir vorausfuhren, um die wohl spannensten Teile der Regatta zu verfolgen.Der Wind meinte es gut mit den Seglern , so dass das Feld bald , auf Grund der verschiedenen Taktiken, weit auseinander gezogen wurde.

 

Überhaupt scheint das Gebiet für windbezogene Wassersportarten geeignet

wobei das Wetter nicht die Beständigkeit hat, das viele Urlauber von Spanien erwarten aber es wir sind ja hier auch in Katalanien, was auch sehr betont wurde. Als krönenden Abschluss sind wir die Küste entlanggefahren und haben herrliche Felsformationen und glasklares Wasser gesehen und die Verlockung hier zu Tauchen war schon gross.Alles was an Wassersportarten möglich ist, wird am Strand angeboten ( z.B. Surfen, Katamarensegeln ,mit und ohne Instructor, Kanutouren, Tauchen u.v.m.).

 

 

 

Auf der Fahrt nach Girona

kommt man an Paratallada einer mittelalterlichen kleinen Ortschaft vorbei in deren steinernen Strassen sich die Spuren von Karren über die Jahrhunderte eingegraben haben. In einem Cafe auf einem Platz, umrahmt von alten Häusern, kann man die Atmosphäre geniessen, allerdings ist man dort wohl zu keiner Zeit allein. Nächste Station ist -Palamos- ein Küstenort, der mit seinen hinter ihm liegenden Bergen nicht nur Wassersportbegeisterte anzieht, sondern auch Wanderer und Mountenbiker. Malerische Buchten mit herrlichen Stränden und glasklarem Wasser ziehen sich an diesem Teil der Küste entlang.Letztendlich erreichen wir Girona die Stadt durch die die -via augusta- die alte Römerstrasse führt und man kann die jahrtausende alte Geschichte förmlich greifen.

 
Die Altstadt

mit einem Gewirr aus kleinen Gassen, in der der Eingang zum Judenviertel kaum zu finden ist, mit der einschiffigen Kathedrale als Mittelpunkt, umgeben von einer begehbaren Stadtmauer, verdient allemal mehr als nur eine zweistündige Führung. Auch weniger Geschichtsinteressierte werden sich dem Charme dieser Stadt nicht entziehen können zumal in den Gassen eine Vielzahl von kleinen Geschäften existiert, die wohltuend abweichen vom üblichen Kaufhausambiente.Wenn die Füsse nach einer Pause verlangen hat man eine schier unendliche Auswahl an Cafe's und Restaurants wo man im Freien bei Cafe oder Bier den Stassenmusikern zuhören kann.Wer aber nicht nur Durst sondern auch Hunger verspürt, kann eigentlich bei der Auswahl der Gaststätte nicht viel verkehrt machen, da das Essen in der ganzen Region schon allein eine Reise Wert ist.

 
Gaumenfreuden

Man muss den Katalanen zugestehen das ihre regionale Küche einfach Lust auf mehr macht und wer Fischgerichte liebt allemal. Und wer dann noch das "Katalanische Desert" bestellt sollte aufpassen, dass die Hüften nicht noch begeisterter sind als er selbst.

 
Fotografieren


Derart gestärkt kann man auf Fotosafari gehen, aber bei den vielen Motiven sollte eine grosse Speicherkarte im Fotoapparat stecken oder besser man kommt noch einmal wieder, denn Girona ist ganz gewiss zwei Reisen Wert.