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1.12.2008 : 18:23 : +0100

Tauchversicherung

Taucher müssen versichert sein! 

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Tauchvorschrift für Tauchsafaris Ägypten - Red Sea Association

Ägypten - Tauchrichtlinien, Richtlinien für das Tauchen, Tauchvorschriften


Divers Travel Guide interviewed Mr Mohamed Habib Direktor- Environment Committee der Red Sea Association for Diving & Watersports auf der Boot 2005 .

Mindesttaucherfahrung bei allen Nationalparktouren / Tauchsafaris


Die Red Sea Diving Association (RSDA) hat ein Rundschreiben an alle Safariveranstalter geschickt, mit dem Hinweis, dass die Mindesttaucherfahrung bei allen Nationalparktouren 50 Tauchgänge betragen muss.

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Im Falle einer Kontrolle muss bei geringerer Taucherfahrung mit Tauchverbot seitens der RSDA gerechnet werden.

Bitte beachten Sie in Ihrem eigenen Interesse und der eignen Sicherheit wegen die Einhaltung dieser Vorschrift.

Aus eigenen Erfahrungen kann die Readaktion von Divers Travel Guide eine gweisse Taucherfahrung auf den Safaris nur empfehlen.

Interview

 

"Divers Travel Guide" interviewed Mr. Mohamed Habib, Direktor des Environment Committee der Red Sea Association for Diving & Watersports auf der Boot 2005

Orte am Roten Meer wie Marsa Alam, Makadi, Hurghada, Sharm El Sheikh locken seit Jahren begeisterte Taucher an. Viele Ägypter sehen das rührige Treiben an den Stränden, in den Tauchbasen und in der faszinierenden Unterwasserwelt mit Freude, aber auch mit gewisser Sorge.

Klar, die Touristen bringen gutes Geld ins Land, der Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Aber der Ansturm der Unterwasser-Fans muß auch irgendwie gelenkt und reguliert werden, wenn die sensiblen Korallenriffe und die Welt der bunten Meeresbewohner erhalten bleiben soll.

Umweltschutz und Schutz der Unterwasserwelt wird immer wichtiger.Und nicht zuletzt die Taucher treten dafür leidenschaftlich ein.

Gerd Salzer, PR Berater von DTG erfragte im Gespräch mit Herrn Mohamed Habib dem Direktor des Umweltkomitees der ägyptischen "Red Sea Association Diving and Watersports" , welche Rolle seine Organisation dabei spielt.
DTG
Herr Habib, bitte sagen Sie uns, welche Ziele die Red Sea Association verfolgt.

M. Habib
Unser oberstes Ziel ist der Umweltschutz, insbesondere der Schutz der Unterwasserwelt. Durch ein entsprechendes Marketing und technische Unterstützung für unsere Mitglieder fördern wir den Tourismus in unserer Region. Wir entwickeln Sicherheits- und Qualitätsstandards für das Tauchen, beraten die Tauchzentren und sorgen für eine qualitativ hochwertige Arbeit der Tauchzentren - also für genau das, was unsere Gäste zu Recht erwarten.

DTG

Unter Sporttauchern hört man, daß die Red Sea Association die Regeln für das Tauchen im Roten Meer aufstellt und von den Tauchzentren und Tauchern gewisse Gebühren erheben wird. Sind die Regeln verbindlich, wie werden sie durchgesetzt? Ist die Red Sea Association ein Arm der ägyptischen Regierung?


M. Habib

Das ist sie nicht. Die Red Sea Association ist eine Non Governmental Organisation (NGO), eine nichtstaatliche Organisation im Bereich des Tauch- und Wassersports. Aber wir arbeiten eng mit dem Ministerium für Tourismus und selbstverständlich mit dem ägyptischen Tauchverband zusammen. Wir sind eine gemeinnützige Organisation. Wir verstehen uns als Mittler zwischen den Interessen unserer Klientel - der Tauchzentren, der touristischen Einrichtungen, der Tauchlehrer bis hin zu den individuellen Tauchern - einerseits und den Regierungsstellen andererseits.
Wir machen die Gesetze und Vorschriften nicht. Aber wir versuchen, auf Gesetzentwürfe Einfluß zu nehmen. Noch bevor bei uns betreffende Gesetze und Verordnungen in Kraft treten, übermitteln wir sie unseren Mitgliedern per E-Mail, beraten uns mit ihnen und verhandeln dann mit den Behörden.
Zugegebenermaßen sind die Vorschriften manchmal hart für unsere Mitglieder, wir versuchen sie gegebenenfalls zu mildern.
Wir setzen die Gesetze und Vorschriften auch nicht als Arm der Regierung um. Dazu sind wir nicht befugt. Was wir tun können , das ist die Beobachtung dieses Tourismuszweiges unter den verschiedensten Aspekten und über die Einhaltung der qualitätssichernden Vorschriften zu wachen. Zwei Beispiele: Kommt ein arbeitssuchender deutscher Tauchlehrer mit seinen deutschen Papieren und Befähigungsnachweisen, die zum Teil technischen Charakter tragen, dann beurteilen wir diese Dokumente für das Ministerium. Und bei Tauchunfällen untersuchen wir die Umstände, die zu ihnen geführt haben. Sich daraus ergebende administrative Maßnahmen, zum Beispiel die Schließung der Tauchbasis für eine gewisse Zeit, liegen jedoch in der Hand der Regierung. So funktioniert das.

DTG

Sie sprechen von Ihren Mitgliedern bzw. Ihrer Klientel. Wen meinen Sie damit?

M. Habib

Unsere Organisation wurde erst im Jahre 2000 gegründet. Seither schlossen sich ihr mehr als 200 Tauchbasen und mehr als 180 eingetragene Safari-Boote als Mitglieder an. Diese Unternehmen haben sich verpflichtet, die von uns entwickelten Sicherheits- und Qualitätsstandards strikt einzuhalten. Die aktuelle Liste der der RSTC angehörenden Tauchzentren finden Sie in unserem "H2O Magazine" oder auf den Websites www.h2o-readsea.com oder www.redseaexperience.com.
Touristen, die sich diesen Tauchzentren und Safaribooten anvertrauen, sind in guten Händen.
Sie können dann sicher sein, daß die Basen diesen Ansprüchen genügen:Sie haben eine Zulassung des Tourismus-Ministeriums (bestätigt den legalen Status des Unternehmens und der Beschäftigten, den ordnungsgemäßen Zustand der Baulichkeiten usw.)Es liegt ein Zertifikat über die technische Zuverlässigkeit der Gerätschaften (Tauchausrüstungen, Kompressor, Qualifikation des Personals usw.) vor, ausgestellt von der "Egyptian Underwater Federation"Die Arbeit des Zentrums ist von der örtlichen Körperschaft (Red Sea Governorate for new diving centers) genehmigt.Das Tauchzentrum ist Mitglied der Red Sea Association oder der South Sinai Association

Alle Tauchlehrer und Tauchführer der Tauchbase sind in Besitz gültiger Berufsausweise (Professional ID card) von einer der beiden Assoziationen. Es liegt also auch in der Hand unserer Gäste, nach der Qualität zu fragen, die sie erwarten und verdienen. Sie sollten sich nicht von billigen "Schnäppchen"- Angeboten skrupelloser Tauchführer am Strand locken lassen. Wenig Geld heißt wenig Service, oft fehlt es an den elementarsten Sicherheitsausrüstungen.

DTG

Ein Hinweis, den wir gerne an die Besucher unserer Site weitergeben.
Und woran haben sich die Tauchbegeisterten in Ihrem Einzugsbereich zu halten?


M. Habib

Um ihr Vergnügen voll auszukosten, sollten sie sich an die Sicherheits- und Qualitätsstandards halten, die wir mit den Tauchzentren vereinbart habenBoote dürfen nicht an den Riffen ankern;
Tauchen Sie niemals allein.
Die maximale Tauchtiefe für Tauchurlauber beträgt 30 Meter;
bei Nachweis entsprechender technischer Qualifizierung bis zu 55 Meter
Erfahrene Trimix- Taucher dürfen bis 100 Meter tief tauchen.
Die Verantwortung für die Tauchgänge einschließlich der Qualifikationsüberprüfung und der Vorsichtsmaßnahmen liegt beim jeweiligen Tauchzentrum.
Handschuhtauchen, Harpunieren, das Anfassen und Mitnehmen von Korallen ist verboten
Natürlich erwarten wir von jedem Taucher, daß er zum Umweltschutz beiträgt, also z.B. keine Plastiktüten oder -becher oder anderen Müll ins Meer wirft. Die Abertausende ausländischer Touristen, die uns jedes Jahr am Roten Meer besuchen, produzieren ohnehin solche Müllmengen, daß ihre Entsorgung ein Problem geworden ist, dem nur noch mit strategischer Planung und Management beigekommen werden kann.

DTG

Noch einmal zu den Gebühren. Erhebt die Red Sea Association Gebühren, um beispielsweise zur Bewältigung dieses Problems beizutragen? Wie finanziert sich die Organisation?

M. Habib

Ich sagte es schon: Wir sind eine gemeinnützige Vereinigung, wir machen keinen Gewinn. Die einzigen Gebühren, die wir erheben, sind die Mitgliedsbeiträge unserer Klienten. Wir setzen die Mittel vor allem für Marketing-Aktivitäten und für Promotion der Red Sea Association auf internationalem Parkett ein, zum Beispiel für unsere Teilnahme an der "Boot" hier in Düsseldorf. Aber auch auf anderen großen Messen waren wir vertreten, so in der Türkei, im Libanon, Köln, Kairo..

DTG

Und was hat es mit den Gerüchten einer Riff-Gebühr von drei US-Dollar pro Tag auf sich?

M. Habib

Es ist wahr, eine solche Gebühr wird es ab dem 1. Mai 2005 geben.
Es handelt sich um eine Nationalpark-Gebühr. Sie ist von allen Gästen der Tauchzentren zu zahlen und von diesen an den Font für Umweltschutz unter der Aufsicht des Red Sea Governorate und des Umweltministeriums abzuführen.
Die Mittel werden eingesetzt für den Schutz und die Erhaltung der Riffs, für die Verwaltung der Tauchgebiete, Riffpatrouillien usw, aber auch für Umweltschutzprojekte, die unter anderem von den NGO´s vorgeschlagen werden können. Eine andere, weitere Gebühr berührt die Touristen nicht:
Für die Ausstellung der "Professional ID Card" durch die RSTC wird eine Gebühr von 50 LE pro Jahr erhoben. Das gilt für ägyptische Staatsangehörige wie auch für Ausländer mit gültiger Arbeitserlaubnis gleichermaßen.

DTG
Herr Habib, wir danken für das informative Gespräch und wünschen Ihnen viel Erfolg hier auf der "Boot" in Düsseldorf und bei Ihrer Arbeit "for a better Red Sea"

© Divers Travel Guide " Gerd Salzer, PR Berater des DTG"