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24.6.2017 : 9:12 : +0200

boot 2008 - MOTOREN - ANTRIEBE - STEUERUNGEN - ABGASSYSTEME- aktuelle Informationen

... boot 2008 Internationale Bootsausstellung - Messe Düsseldorf Tauchen - Segeln - Surfen

Die 39. boot-Düsseldorf findet vom 19. bis 27. Januar 2008 statt.

Alle Angaben basieren auf Informationen der Aussteller der boot 2008-Düsseldorf.  Änderungen vorbehalten! Kein Anspruch auf Vollständigkeit

Mehr Power für IPS, Fernbedienung für das Bugstrahlruder

Volvo Penta aus Schweden, Vorreiter bei neuen Bootsantrieben mit dem IPS-System und Joystick-Steuerung, ergänzt sein IPS-Angebot mit Dieselmotoren nach oben hin - für die Motorboot-Klasse von 50 bis 60 Fuß Länge. IPS-Antriebe ziehen statt schieben. Die je nach Geschwindigkeit bis zu 26° drehbare Antriebseinheit - eine Mischung aus Z-Antrieb und Saildrive - sitzt weit achtern unter dem Rumpf, die DuoProps sind wie bei einem Propellerflugzeug vor der torpedoähnlichen Einheit und nicht statt wie bisher dahinter angeordnet. Hinsichtlich Leistung nehmen es die IPS-Anlagen mit herkömmlichen direkten Wellen - oder V-Antrieben auf, deren Motoren dafür gut und gerne 40 Prozent mehr PS benötigen.
Der neue IPS 750 basiert auf dem 575 PS starken D9-Dieselmotor, der IPS 850 auf dem ebenfalls neuen D11 mit gleichen Abmessungen wie der D9, aber mit erhöhter Leistung von 670 PS.
Zu den weiteren Neuheiten bei den Schweden zählen der D4-300-Diesel und der D6-370-Diesel, beide für Wellen- und Z-Antriebe. Sowie eine Fernbedienung für die Querstahlruder der Volvo Penta-Tochtermarke QL. Letztere erscheint zwar auf den ersten Blick als unnützer Luxus, entpuppt sich aber als überaus sinnvoll, wenn man sein Boot allein festmacht - und keine hilfreiche Hand an Bord hat.

Volvo Penta Halle/Stand 9/ H 41 - H 51

Zeus bei Brunswick

Jetzt bietet auch Brunswick für seine Motorenmarke Cummins MerCruiser (USA) eine dem IPS von Volvo Penta ähnliche Antriebstechnologie an, Zeus genannt.

Der Antrieb sitzt weit achtern unter dem Rumpf, beim Zeus dreht der Prop hinter der Antriebseinheit. Hinsichtlich Leistung nimmt es der Zeus mit herkömmlichen direkten Wellen- oder V-Antrieben auf, deren Motoren dafür gut und gerne 30 bis 40 Prozent mehr PS benötigen würden.

Den Zeus gibt es in Kombination mit Sechszylinder-Quantum-Dieselmotoren. Als 3500 QSB5.9 mit ein 5,9 l Hubraum in vier Leistungsstufen von 330 bis 480 PS und als QSC 8.3 mit 8,3 l Hubraum in drei Leistungsstufen von 500 bis 601 PS. 

Unter der Bezeichnung Axius ist für alle MerCruiser-Motoren mit Z-Antrieben eine stabile Joysticksteuerung entwickelt worden. Sie steuert Boote mit Doppelmotorisierung wie von Geisterhand.

Brunswick in Germany Halle/Stand 10 / A 41- A 42
10 / C 55

Common Rail, Smart- und Blue Line

Die vier verschiedenen Varianten der Baureie 2000 der MTU-Common-Rail-Yachtmotoren mit 8, 10, 12 und 16 Zylindern leisten zwischen 1.200 und 2.400 PS. Sie zeichnen sich durch ein niedriges Leistungsgewicht und kompakte Bauweise aus. So wurde die Zylinderleistung um 15 Prozent gesteigert und gleichzeitig das Gewicht durch Einsatz von Leichtmetall reduziert. Die 2000er-Baureihe arbeitet mit der dritten Generation des elektronisch gesteuerten Common Rail-Einspritzsystems, bei dem die Injektoren an ihrer Oberseite einen Kraftstoffspeicher (Akkumulator) tragen. Dies verhindert Druckschwankungen in der Kraftstoffleitung und hat den Vorteil, dass die Injektoren die Einspritzmenge exakt dosieren können. Der Druck von maximal 1800 bar bleibt im gesamten System nahezu konstant.

Bewusst einfach konzipiert ist das Überwachungssystem Smartline, das für für die Motoren der Baureihe 2000 und Yachten von 15 bis 30 m Länge zugeschnitten ist. Über ein Display lassen sich an bis zu sechs Steuerständen wichtige Motor- und Getriebedaten abrufen.
Das umfangreichere Automationssystem Blueline für größere Yachten ist für die Baureihen 2000 und 4000 ausgelegt. Es bietet ein erweitertes grafisches Display mit detaillierten Informationen über Motor, Getriebe, Schiffs-Systeme. Blueline beinhaltet auch Servicefunktionen wie einen Bordcomputer mit Reichweiten- und Kraftstoffrechner.

MTU Halle/Stand 9/ C 42

Turbo-VW

Eine der beiden Motor-Neuheiten im Programm von Volkswagen Marine ist die Turboversion des dauervollgastauglichen Vierzylinders, der bei nur 3.600 U/Min 75 PS leistet und bei 2.000 U/Min ein maximales Drehmoment von 155 Newtonmetern erreicht. Ebenfalls präsentiert wird der TDI 265-6, eine weiterentwickelte Version des 3-l-V6 auf Audi-Basis mit piezogesteuerter Common Rail Einspritzung. In der bereits eingeführten und beliebten Version TDI 225-6 hat dieser Motor seinen Ruf als extrem leises Triebwerk bestätigt. Als wichtige Erweiterung des Angebotes präsentiert Volkswagen Marine auf der boot 2008 außerdem ein neues, umfassendes Zubehörprogramm, das zum Teil in Funktionsständen gezeigt werden wird.

Volkswagen Marine Halle/Stand 9/ C 26

Kreisel-Antrieb

Der Hübner-Braun-Zykloidenantrieb kommt ohne Propeller aus. Stattdessen besteht er aus zwei runden Platten, die über drei messerähnliche Blätter miteinander verbunden sind und damit sozusagen eine zylinderförmige Konstruktion ergeben. Rotiert dieser Zylinder, wird Schub erzeugt, der das Boot dann antreibt. Ähnlich arbeitet auch der Voith-Schneider-Antrieb bei Hafenschleppern. Der Hübner-Braun ist zusätzlich einziehbar, so dass beim Segeln nichts unter Wasser stört. "Das An- und Ablegen wird so in jeder noch so kniffligen Situation und bei jeder Wetterlage zu einem wirklichen Vergnügen," verspricht der Aussteller. Weitere Vorteile liegen in der variablen Drehzahleinleitung z. B. auch mit einem Dieselmotor mit Getriebe und normaler Schaltung, insbesondere jedoch mit einem stufenlosen Elektroantrieb. Die Richtungssteuerung erfolgt über eine separate Steueranlage, die auch das Ein- und Ausfahren des gesamten Antriebs bei der einziehbaren Version ermöglicht.

Kopf Solarschiff Halle/Stand 10/ A 18