Sie sind hier: Wassersport Messe / boot 2005 News
22.6.2017 : 20:40 : +0200

News boot 2005 - Messe Düsseldorf - Segeln - Surfen - Tauchen -

 - Abschlusspressemeldung der boot 2005
- "Divers Travel Guide" interviewed Mr. Mohamed Habib : Red Sea Association

Abschlusspressemeldung boot 2005

Internationale Geschäfte auf hohem NiveauHoffnung auf verstärkte Binnennachfrage wächst / 283.000 Besucher kamen zur weltgrößten Schau der Branche in Düsseldorf.

In einem Binnenmarkt, der von verhaltener Kauflust geprägt ist, konnte die boot-Düsseldorf 2005 ihren Ausstellern auf internationaler Ebene gute Geschäfte bescheren. Das Düsseldorfer Angebot von Weltformat lockte Besucher aus allen Teilen der Welt in die Messehallen.

 


Vom 15. bis 23. Januar reisten 283.000 Boots- und Wassersportfreunde aus über 60 Ländern zur boot 2005, um Neuheiten bei Booten, Yachten, Ausrüstungen und Dienstleistungen in Augenschein zu nehmen, die 1.659 Aussteller aus 55 Ländern präsentierten.


2004 waren es 308.900 gewesen. Die Schau war für weite Teile der maritimen Wirtschaft ein Erfolg. Das Publikum, das sich an den Ständen einfand, zeigte sich ausgesprochen interessiert, sachverständig und kauffreudig.

Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf: "Die Kompetenz der boot liegt in der außergewöhnlichen Breite und Tiefe der Produktpalette und ihrer Internationalität.

Wer Boots- und Wassersport betreibt, kommt an der boot nicht vorbei. Keine andere Messeveranstaltung in der Welt macht einen ähnlichen Vergleich über aktuelle Produkte und Entwicklungen möglich.


Das gilt insbesondere für Boote, Yachten und Bootsausrüstungen." "Das lebhafte Europa-Geschäft ist nach wie vor unser wichtigstes Standbein", resümiert Jürgen Tracht, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft. "Aber auch im Binnenmarkt mehren sich die Anzeichen wachsender Kauffreude. Die Verkaufserfolge der Aussteller, die intensiven Gespräche an den Ständen und das sehr konkrete Informationsbedürfnis der Kunden lassen darauf schließen, dass das Inlandsgeschäft wieder an Schwung gewinnen wird. Wir rechnen mit einem guten Nachmessegeschäft." Nach den ersten Auswertungen der repräsentativen Besucherbefragungen kamen gut 50.000 Besucher aus Europa und Übersee. Vor allem ost- und südeuropäische Sprachklänge waren in den Hallen verstärkt zu hören.

Jeder dritte Besucher reiste aus Nord-, Süd- und Ostdeutschland an. Die Hälfte der Besucher gab an, auf der Messe bereits gekauft zu haben oder mit Kaufabsichten auf die Messe gekommen zu sein. Weitere 46 Prozent beabsichtigen zu einem späteren Zeitpunkt etwas zu kaufen. Interessante Preis-/Leistungsverhältnisse waren auf der boot 2005 oft der Schlüssel zum Verkaufserfolg. Das gilt nach Aussage von BWVS-Geschäftsführer Jürgen Tracht für den gesamten Bootsmarkt. Bei Motorbooten profitierten die Hersteller aus Dollarregionen, die auf Grund günstiger Wechselkursrelationen den Kunden attraktive Angebote machen konnten. Gefragt waren auch Boote in der Mittelklasse bis 12 Meter Länge und Preisen zwischen 150.000 und 250.000 Euro.

Segelboote und Segelyachten waren international die Renner der boot. Besonders beliebt die Größen von neun bis zwölf Meter. Weiterhin auf Erfolgskurs: die ganz Großen unter den Yachten. Die Werften und branchenrelevanten Zulieferer registrieren ein unverändert großes Interesse hochkarätiger internationaler Kunden. Bootsausrüstungen wie Motoren, Heiz-, Kühl- und Kochtechnik, Segel und Tauwerk verzeichnen einen leichten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Die Anbieter von Bootselektronik sprechen von Umsätzen auf dem allerdings sehr guten Niveau von 2004. Stabilität kennzeichnet den Chartermarkt. Nach wie vor stark gefragt für den Urlaub auf dem Wasser sind die ostdeutschen Reviere, auf denen Charterboote seit dem letzten Jahr ohne Sportbootführerschein geführt werden dürfen. Bei den ausländischen Revieren liegt das Mittelmeer hoch im Kurs. Volle Akzeptanz bei Ausstellern und Besuchern fanden die neuen eigenständigen Präsentationen unter dem boot-Dach: Die "Diving Show boot-Düsseldorf", das Sportfischer-Center und die Superyacht Show in der Halle 7a haben deutlich Profil gewonnen. Europas größte Tauchsportmesse unter dem Dach der boot kam bei den Tauchsport-Fans wieder einmal glänzend an. Die Messehalle 3 ist "ihr Markt" und "ihr Treffpunkt".

Ob Tauchsportdestinationen, Neuheiten im Ausrüstungssektor oder Aktuelles aus der Szene - die boot hat's! Werner Thomaier, Chef eines führenden Tauchsportausrüsters, bezeichnet die "Diving Show boot-Düsseldorf als die Nummer 1 in Europa, nicht nur für Endverbraucher, sondern auch für die Anknüpfung internationaler Fachkontakte." Nach wie vor suchen 20 Prozent der boot-Gäste die Tauchsportmesse in der Halle 3 auf. Ein Bereich mit besten Zukunftschancen ist das Sportfischer-Center. Um gut zwei Prozent hat dieses Angebotssegment im Besucherinteresse zulegt. Die neue Plattform für Angler und Fischer in der Messehalle 2 wurde bestens besucht, der Angebotsmix aus Ausrüstungen, Aktion und Information honoriert. Bei den Sportfischern ist vor allem Qualität angesagt. Für hochwertige Ausrüstungen und Reisen in interessante Reviere wird gern gutes Geld gezahlt. 17 Prozent der boot-Besucher informierte sich über Surfen, Kitesurfen, Wasserski und Wakeboarding.

Im Aktions Center der boot 2005 in der neuen Messehalle 8 stand die Düsseldorfer Airline LTU im Mittelpunkt. Sie leitete ihr 50-jähriges Jubiläum dort mit einer großen Präsentation unter Titel "Global Village" rund um Reiseziele, Unternehmensgeschichte und Sport ein. Für LTU-Pressesprecher Marco Dadomo haben sich die Erwartungen von LTU "mehr als erfüllt". "Die Präsentation war eine tolle Image- und PR-Kampagne für unser Unternehmen". Lieblingskinder der boot-Besucher waren wieder Boote und Yachten mit einem Wert von 64 Prozent im Angebotsinteresse. Es folgen Bootsausrüstungen (28 Prozent), Motoren und technisches Zubehör, wassertouristische Angebote, Boots- und Yachtcharter und der Tauchsport. Hervorragend stand die boot auch in diesem Jahr wieder im Gesamturteil ihrer Besucher da: 97 Prozent fanden das Angebot, das sie suchten.

Das Wassersportportal boot.de ist eine tolle Informationsquelle für Yacht- und Wassersportler und die Besucher der boot: Allein im Januar konnten 250.000 online-Besucher registriert werden. Insgesamt haben mehr als fünf Millionen Internetnutzer im Jahr 2004 bis zum Messebeginn 2005 sich via boot.de über Aussteller, Produkte und Messeservices informiert.

undefinedDie 37. boot findet vom 21. bis 29. Januar 2006 in Düsseldorf statt.

 

 

"Divers Travel Guide" interviewed Mr. Mohamed Habib, Direktor des Environment Committee der Red Sea Association for Diving & Watersports auf der Boot 2005

Petra Groß und Gerd Salzer im Gespräch mit Mr. M. Habib und Mr. M. Anwar - Praesident der Red Sea Association

Orte am Roten Meer wie Marsa Alam, Makadi, Hurghada, Sharm El Sheikh locken seit Jahren begeisterte Taucher an. Viele Ägypter sehen das rührige Treiben an den Stränden, in den Tauchbasen und in der faszinierenden Unterwasserwelt mit Freude, aber auch mit gewisser Sorge.

Klar, die Touristen bringen gutes Geld ins Land, der Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Aber der Ansturm der Unterwasser-Fans muß auch irgendwie gelenkt und reguliert werden, wenn die sensiblen Korallenriffe und die Welt der bunten Meeresbewohner erhalten bleiben soll.

Umweltschutz und Schutz der Unterwasserwelt wird immer wichtiger.Und nicht zuletzt die Taucher treten dafür leidenschaftlich ein.

Gerd Salzer, PR Berater von DTG erfragte im Gespräch mit Herrn Mohamed Habib dem Direktor des Umweltkomitees der ägyptischen "Red Sea Association Diving and Watersports" , welche Rolle seine Organisation dabei spielt.
DTG
Herr Habib, bitte sagen Sie uns, welche Ziele die Red Sea Association verfolgt.

M. Habib
Unser oberstes Ziel ist der Umweltschutz, insbesondere der Schutz der Unterwasserwelt. Durch ein entsprechendes Marketing und technische Unterstützung für unsere Mitglieder fördern wir den Tourismus in unserer Region. Wir entwickeln Sicherheits- und Qualitätsstandards für das Tauchen, beraten die Tauchzentren und sorgen für eine qualitativ hochwertige Arbeit der Tauchzentren - also für genau das, was unsere Gäste zu Recht erwarten.

DTG
Unter Sporttauchern hört man, daß die Red Sea Association die Regeln für das Tauchen im Roten Meer aufstellt und von den Tauchzentren und Tauchern gewisse Gebühren erheben wird. Sind die Regeln verbindlich, wie werden sie durchgesetzt? Ist die Red Sea Association ein Arm der ägyptischen Regierung?

M. Habib
Das ist sie nicht. Die Red Sea Association ist eine Non Governmental Organisation (NGO), eine nichtstaatliche Organisation im Bereich des Tauch- und Wassersports. Aber wir arbeiten eng mit dem Ministerium für Tourismus und selbstverständlich mit dem ägyptischen Tauchverband zusammen. Wir sind eine gemeinnützige Organisation. Wir verstehen uns als Mittler zwischen den Interessen unserer Klientel - der Tauchzentren, der touristischen Einrichtungen, der Tauchlehrer bis hin zu den individuellen Tauchern - einerseits und den Regierungsstellen andererseits.
Wir machen die Gesetze und Vorschriften nicht. Aber wir versuchen, auf Gesetzentwürfe Einfluß zu nehmen. Noch bevor bei uns betreffende Gesetze und Verordnungen in Kraft treten, übermitteln wir sie unseren Mitgliedern per E-Mail, beraten uns mit ihnen und verhandeln dann mit den Behörden.
Zugegebenermaßen sind die Vorschriften manchmal hart für unsere Mitglieder, wir versuchen sie gegebenenfalls zu mildern.
Wir setzen die Gesetze und Vorschriften auch nicht als Arm der Regierung um. Dazu sind wir nicht befugt. Was wir tun können , das ist die Beobachtung dieses Tourismuszweiges unter den verschiedensten Aspekten und über die Einhaltung der qualitätssichernden Vorschriften zu wachen. Zwei Beispiele: Kommt ein arbeitssuchender deutscher Tauchlehrer mit seinen deutschen Papieren und Befähigungsnachweisen, die zum Teil technischen Charakter tragen, dann beurteilen wir diese Dokumente für das Ministerium. Und bei Tauchunfällen untersuchen wir die Umstände, die zu ihnen geführt haben. Sich daraus ergebende administrative Maßnahmen, zum Beispiel die Schließung der Tauchbasis für eine gewisse Zeit, liegen jedoch in der Hand der Regierung. So funktioniert das.

DTG
Sie sprechen von Ihren Mitgliedern bzw. Ihrer Klientel. Wen meinen Sie damit?

M. Habib
Unsere Organisation wurde erst im Jahre 2000 gegründet. Seither schlossen sich ihr mehr als 200 Tauchbasen und mehr als 180 eingetragene Safari-Boote als Mitglieder an. Diese Unternehmen haben sich verpflichtet, die von uns entwickelten Sicherheits- und Qualitätsstandards strikt einzuhalten. Die aktuelle Liste der der RSTC angehörenden Tauchzentren finden Sie in unserem "H2O Magazine" oder auf den Websites www.h2o-readsea.com oder www.redseaexperience.com.
Touristen, die sich diesen Tauchzentren und Safaribooten anvertrauen, sind in guten Händen.
Sie können dann sicher sein, daß die Basen diesen Ansprüchen genügen:Sie haben eine Zulassung des Tourismus-Ministeriums (bestätigt den legalen Status des Unternehmens und der Beschäftigten, den ordnungsgemäßen Zustand der Baulichkeiten usw.)Es liegt ein Zertifikat über die technische Zuverlässigkeit der Gerätschaften (Tauchausrüstungen, Kompressor, Qualifikation des Personals usw.) vor, ausgestellt von der "Egyptian Underwater Federation"Die Arbeit des Zentrums ist von der örtlichen Körperschaft (Red Sea Governorate for new diving centers) genehmigt.Das Tauchzentrum ist Mitglied der Red Sea Association oder der South Sinai Association

Alle Tauchlehrer und Tauchführer der Tauchbase sind in Besitz gültiger Berufsausweise (Professional ID card) von einer der beiden Assoziationen. Es liegt also auch in der Hand unserer Gäste, nach der Qualität zu fragen, die sie erwarten und verdienen. Sie sollten sich nicht von billigen "Schnäppchen"- Angeboten skrupelloser Tauchführer am Strand locken lassen. Wenig Geld heißt wenig Service, oft fehlt es an den elementarsten Sicherheitsausrüstungen.

DTG
Ein Hinweis, den wir gerne an die Besucher unserer Site weitergeben.
Und woran haben sich die Tauchbegeisterten in Ihrem Einzugsbereich zu halten?

M. Habib
Um ihr Vergnügen voll auszukosten, sollten sie sich an die Sicherheits- und Qualitätsstandards halten, die wir mit den Tauchzentren vereinbart habenBoote dürfen nicht an den Riffen ankern;
Tauchen Sie niemals allein.
Die maximale Tauchtiefe für Tauchurlauber beträgt 30 Meter;
bei Nachweis entsprechender technischer Qualifizierung bis zu 55 Meter
Erfahrene Trimix- Taucher dürfen bis 100 Meter tief tauchen.
Die Verantwortung für die Tauchgänge einschließlich der Qualifikationsüberprüfung und der Vorsichtsmaßnahmen liegt beim jeweiligen Tauchzentrum.
Handschuhtauchen, Harpunieren, das Anfassen und Mitnehmen von Korallen ist verboten
Natürlich erwarten wir von jedem Taucher, daß er zum Umweltschutz beiträgt, also z.B. keine Plastiktüten oder -becher oder anderen Müll ins Meer wirft. Die Abertausende ausländischer Touristen, die uns jedes Jahr am Roten Meer besuchen, produzieren ohnehin solche Müllmengen, daß ihre Entsorgung ein Problem geworden ist, dem nur noch mit strategischer Planung und Management beigekommen werden kann.

DTG
Noch einmal zu den Gebühren. Erhebt die Red Sea Association Gebühren, um beispielsweise zur Bewältigung dieses Problems beizutragen? Wie finanziert sich die Organisation?

M. Habib
Ich sagte es schon: Wir sind eine gemeinnützige Vereinigung, wir machen keinen Gewinn. Die einzigen Gebühren, die wir erheben, sind die Mitgliedsbeiträge unserer Klienten. Wir setzen die Mittel vor allem für Marketing-Aktivitäten und für Promotion der Red Sea Association auf internationalem Parkett ein, zum Beispiel für unsere Teilnahme an der "Boot" hier in Düsseldorf. Aber auch auf anderen großen Messen waren wir vertreten, so in der Türkei, im Libanon, Köln, Kairo..

DTG
Und was hat es mit den Gerüchten einer Riff-Gebühr von drei US-Dollar pro Tag auf sich?

M. Habib
Es ist wahr, eine solche Gebühr wird es ab dem 1. Mai 2005 geben.
Es handelt sich um eine Nationalpark-Gebühr. Sie ist von allen Gästen der Tauchzentren zu zahlen und von diesen an den Font für Umweltschutz unter der Aufsicht des Red Sea Governorate und des Umweltministeriums abzuführen.
Die Mittel werden eingesetzt für den Schutz und die Erhaltung der Riffs, für die Verwaltung der Tauchgebiete, Riffpatrouillien usw, aber auch für Umweltschutzprojekte, die unter anderem von den NGO´s vorgeschlagen werden können. Eine andere, weitere Gebühr berührt die Touristen nicht:
Für die Ausstellung der "Professional ID Card" durch die RSTC wird eine Gebühr von 50 LE pro Jahr erhoben. Das gilt für ägyptische Staatsangehörige wie auch für Ausländer mit gültiger Arbeitserlaubnis gleichermaßen.

DTG
Herr Habib, wir danken für das informative Gespräch und wünschen Ihnen viel Erfolg hier auf der "Boot" in Düsseldorf und bei Ihrer Arbeit "for a better Red Sea"

© Divers Travel Guide " Gerd Salzer, PR Berater des DTG"