Sie sind hier: Tauchsport / Tauchmedizin / Hypothermie / Unterkühlung
6.10.2008 : 23:41 : +0200

Tauchversicherung

Taucher müssen versichert sein! 

Hypothermie, Unterkühlung - Taucherkrankungen, Taucherkrankheiten, Tauchunfall

Der menschliche Körper hält seine Kerntemperatur im Mittel auf 37°C. Über Temperaturrezeptoren wird die Wärmeabgabe oder Wärmeproduktion geregelt.

Die meisten dieser Wärme- und Kälterezeptoren befinden sich in der Haut.

Anzeige

Durch geringere Wassertemperatur kühlt der Körper aus. Die Stellgrößen sind die Isolierung mittels Anzug, die Wassertemperatur in den betauchten Tiefen und die Anzahl der aufeinander folgenden Tauchgänge.

Aufgrund der schlechten Leitfähigkeit des Wassers kommt es zu den sog. Sprungschichten, dass selbst im Sommer bereits ab 20 m Tiefe in Seen teilweise nur 5 - 12° C lauern können.

Bei der Unterkühlung vergrößert sich trotz Einhalten der Deko-Zeiten das Risiko der Caissonkrankheit, weil sich zum einen die N-Sättigung des Gewebes erhöht und zum anderen aufgrund der gesunkenen Durchblutung Stickstoff (N) langsamer abgegeben wird.

Symptome

  • Frieren
  • Kältezittern
  • Müdigkeit
  • Schwäche
  • mangelnde Konzentration
  • Apathie
  • Schläfrigkeit
  • Verwirrtheit
  • Bewusstlosigkeit
  • unter 32° C Kerntemperatur Koma
  • unter 28° C Kerntemperatur Herzflimmern mit anschließendem Tod

Therapie

Die betroffene Person sollte bei Bewusstsein und warm (durch Decken u. warme Getränke) gehalten werden. Keinen weiteren Anstrengungen aussetzen, am besten Bettruhe.

Bewusstlosen am besten mit Körperwärme helfen und sofort (Not-)Arzt rufen.

Prophylaxe

Tauchanzüge mit angemessener Isolierung wählen. Bei Kältegefühlen in höhere und wärmere Wasserschichten auftauchen, ggf. Tauchgang abbrechen.