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4.7.2009 : 14:31 : +0200
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Condor

Cassionkrankheit Taucherkrankheiten / Taucherkrankung / Tauchunfall ( Dekompressionskrankheit )

Unsere Atemluft besteht zu 78% aus Stickstoff (N), 22% Sauerstoff (O2) und zu 1% aus restlichen Gasen. Alle Gase werden im Blut und Gewebe gelöst. Während der Sauerstoff vom Körper verbraucht wird, verbleibt der Stickstoff dagegen im Gewebe und Blut.

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Der Stickstoff der Atemluft wird, wie der Sauerstoff und andere Gase, im Blut und im Gewebe gelöst. Der Sauerstoff jedoch wird vom Körper verbraucht, der Stickstoff dagegen verbleibt im Gewebe.

Je tiefer man taucht, um so mehr Stickstoff wird aufgrund der Kompression mit jedem weiteren Atemzug gelöst. In Abhängigkeit von Temperatur und Druck kann das Blut oder Gewebe eine ganz bestimmte Menge Stickstoff aufnehmen.

Die maximal aufnehmbare Menge wird als Sättigungsmenge bezeichnet. Diese Menge ist für jedes Gas jeweils verschieden. Die Sättigung ist aber erst nach einer bestimmten Aufenthaltsdauer in der entsprechenden Wassertiefe erreicht. 

Beim Auftauchen muss dieser Stickstoff über die Atemluft wieder abgegeben werden. Damit das Abatmen des Stickstoffs ohne Schäden erfolgt, sind bestimmte Auftauchzeiten einzuhalten.

Diese kann man anhand von Dekotabellen oder Tauchcomputern ermitteln.

Bei Missachtung dieser Dekompressionszeiten und zu schnellem Auftauchen perlt der Stickstoff (Vergleich: Öffnen einer Flasche Wasser mit Kohlensäure) aus und führt im Blut und dem Gewebe zu Stickstoffbläschen (Caissonkrankheit), welche kleine Blutgefäße oder Gewebeteile schädigt.

Es sei erwähnt, dass bei Tauchgängen oberhalb von 9 m Wassertiefe keine Auftauchzeiten bzw. Dekompressionszeiten einzuhalten sind; außer mit der grundsätzlichen Einschränkung, dass man stets nicht schneller als 10 m pro Minute auftauchen soll.

Symptome/ Diagnose

Die ersten Symptome der Caissonkrankheit treten innerhalb von Minuten manchmal aber auch erst nach 36 Stunden auf.

Zwischen Taucherflöhen (Hautjucken) und Tod können viele Symptome eintreten:

Hautjucken, wie Ameisenlaufen
Allgemeines Unwohlsein
Extreme Müdigkeit, Abgeschlagensein
Rückenschmerzen
Schmerzen in den Extremitäten und Gelenken
TaubheitsgefühleSeh- und Hörstörungen
Sprachstörungen
Halbseitenlähmungen
Querschnittslähmungen
Lungenarterienembolie
Herzbeschwerden

Therapie

Rekompression mittels Dekompressionskammern, welche oftmals in der Nähe von Tauchzentren zu erreichen sein sollten, aber je ausgefallener die Tauchbasis liegt, desto umständlicher ist es, eine rettende Kammer zu erreichen.

Die Behandlung sollte wenige Stunden nach dem Eintreten beginnen.

Dem Taucharzt auf jeden Fall die Daten des Tauchcomputers übermitteln.

Prophylaxe

Vernünftiges Schlaf - Ess- und Trinkverhalten vor den Tauchgängen. Das heißt, gut ausschlafen, keinen Alkohol und, wegen des Restalkohols, auch nicht am Abend vor dem Tauchgang. Möglichst keine Medikamente verwenden.

Striktes Einhalten der vorgeschriebenen Auftauchzeiten bzw. Dekompressionszeiten.