Tauchplätze Hurghada - Tauchen Ägypten - Rotes Meer
Hurghada
Anders als in Sharm, wo man entlang der Küste taucht, profitiert Hurghada von seinen vielen kleinen Inseln, die in einem Umkreis der Stadt von 10-15km liegen. Gäbe es diese Inseln nicht, wäre das Tauchen wegen dem ständigen Wind mühsamer. Die Tauchplätze an diesen Inseln bieten eine unvergleichliche Abwechslung, von seichten Riffen und Korallengärten bis zu eindrucksvollen Steilwänden und Abfällen. In den letzten drei Jahren wurde in diesem Gebiet viel unter Schutz gestellt und es hat sich viel durch die Installation von Anlegebojen durch HEPCA (Hurghada Environmental Protection and Conservation Association), die Umweltschutzorganisation von Hurghada, verbessert. Obwohl noch kein Naturschutzpark, sind die Inseln und Riffe geschützte Gebiete. Es gelten die gleichen Gesetze, wie das Verbot, die Korallen anzugreifen oder die Fische zu füttern, es ist verboten etwas mitzunehmen, egal ob lebend oder tot.
Shab El Erg
Der nördlichste Punkt für die Tagesboote von Hurghada. Ein halbrundes Riff bietet viele Tauchplätze. In der Saison sieht man an der Nordseite Mantas. In der Lagune sind verstreute Korallenstöcke, bekannt für eine ansässige Delfinfamilie, manche Taucher konnten bis eine halbe Stunde mit den Delfinen spielen.
Gota Shab El Erg
gleich daneben ist ein ziemlich unbekannter Platz, der wohl einen Besuch wert ist. Das Gebiet quillt über vor Leben, Langnasendoktor-, Skorpionfische, Zackenbarsche, Muränen, Imperator-Kaiserfische, Blaupunktrochen und wenn man genau unter die Tischkorallen schaut, vielleicht einen Weißspitzenhai. In der sandigen Allee zwischen Hauptriff und Gota sieht man Kegelschnecken und Flachfische.
Shab Abu Nugar
Am flachen Plateau im Westen dieses T-förmigen Riffes befinden sich viele kleine Korallenstöcke und zwei kleine Unterriffe Gota Abu Nigar und Shab Iris. Einige Partien dieses Riffsystems sind öde, aber andere wiederum überwältigend. Wenn man am Stamm der "T" tauchen kann, findet man drei kleine Korallenstöcke, die fast unberührt sind. Besenschwanzlippfisch, Papageienfische und Langnasendoktoren.
Umm Gammar (27°21.155'N, 33°54.550'E)
Auf dieser küstennahen Insel gibt es rundherum nur gute Tauchplätze. Die Südseite hat ein flaches Plateau, wo sich auch die Anlegebojen befinden und ist daher am meisten betaucht. Für Neulinge am Umm Gammar beginnt der erste Tauchgang hier und führt in östlicher Richtung bis zum Abfall und dann weiter in nördlicher Richtung entlang der Wand. Nach einer kurzen Schwimmstrecke gegen die Strömung erreicht man drei eng nebeneinander befindliche Korallenstöcke, Kamine reichen bis an die Oberfläche. Nach der Erkundung lassen Sie sich mit der leichten Strömung zurück zum Plateau treiben, wo sich wieder drei Korallenstöcke mit vielen Glasfischen befinden. Beenden Sie den Tauchgang indem Sie sich die vielen Korallen und Rifffische ansehen. Auf dem Plateau finden Sie Napoleons, Kaiserfische und freischwimmende Muränen. An der Ost- und Westseite sind beeindruckende Strömungstauchgänge möglich, an der Nordspitze "Halg" ist ein wunderschöner Korallengarten, der aber nur bei guten Bedingungen betaucht werden kann. Große Zackenbarsche, jede Menge von Glasfische leben in den vielen Höhlen auf den Steilwänden der Ost- und Westseite dieses kleinen Saumriffs der Insel.
Shaab Ruhr Umm Gamar (27°11.550'N, 33°54.550'E)
Dieses Riff ist 1km südlich von Umm Gamar und gehört doch noch dazu, weil es die Spitze eines Unterwasserberges ist. An der Westseite fällt das Riff bis zirka 15m ab, ist von vielen Höhlen und Überhängen unterbrochen, beherbergt unzählige Glasfische. Das sandige Plateau senkt sich sanft zu einem Abfall in 30m. Auf der Ostseite ist der Hang steiler und wird schnell tiefer, wird normalerweise als Strömungstauchgang geführt und ist ein hervorragender Tauchgang. Das ganze Gebiet ist wunderschön zu tauchen und es werden oft graue Riffhaie, große Zackenbarsche, sowie Muränen, große Thunfische und Blaupunktrochen gesehen. Am südlichen Abhang liegt das sehenswerte Wrack eines ägyptischen Patrouillenbootes.
Careless Reef (27°18.700'N, 33°56.200'E)
Nicht weit weg von der Küste erheben sich zwei riesige Korallentürme auf einem flachen Plateau, das sich auf tiefen Steilwänden befindet. Der Platz ist ungeschützt und kann nur bei guten Wetterverhältnissen angefahren werden. Die Oberflächenströmung ist normalerweise von Norden, unter Wasser kann sie in jeder Richtung gehen. Am nördlichen Abfall finden Sie einen Korallenwald und im Süden ein sanfter Abhang mit kleinen Korallenstöcken. Im gesamten Gebiet sind große Fischschwärme jeder Art, man trifft viele Riesenmuränen, Weißspitzenriffhaie und andere Fischschulen, große Zackenbarsche und ab und zu den morgendlichen Hammerhai.
Torfa Fanus (Ost)
Das schmale Riff umgibt eine ruhige Lagune, die gut für den Mittagsstopp und das Sonnenbad vor dem zweiten Tauchgang ist. Die Lagune selbst und die umgebende Riffwand sind relativ uninteressant, da kaum Leben, aber die Außenseite geht über voller Marineleben. Schwimmen Sie durch die erste Spalte zwischen Korallenstock und Riff über den Korallengarten zum zweiten Korallenstock mit vielen Glasfischen und einigen seltenen Krötenfischen. Weiter mit dem Riff an der linken Seite, sehen Sie an der Ecke, wo das Riff nach Westen dreht, Gorgonien. Wenn Sie noch genug Luft haben schwimmen Sie weiter zur Nordseite, wo die Korallen unberührt sind, wenn nicht, drehen Sie um mit dem Riff an Ihrer rechten Seite und bleiben Sie am ersten Korallenstock, bis es Zeit ist, ins Boot zurück zu kehren. Man sieht hier auch oft Delfine vorbeikommen, also halten Sie Ausschau.
Fanus West
Das andere Ende des Fanus Riffs hat zwei große Korallentürme und einige kleinere Korallenstöcke westlich. Man kann der Riffwand rundum folgen und die Landschaft mit den Korallengärten anschauen, die sind voller plündernder Stachelmakrelen. Sollten Sie sich voller Energie fühlen, lohnt es sich auch die 50m zum weiter entfernten Korallenturm zu schwimmen und auf dem Weg die kleineren Korallenstöcke zu erkunden. Bei der Rückkehr halten Sie wieder die Augen nach Delfinen, die hier häufig vorbeikommen, offen.
Wrack der El Minya (Hafenwrack)
Ein ägyptischer Minensucher lag vor Anker, als er von israelischen Kampfflugzeugen 1969 versenkt wurde. Er liegt jetzt in 30m Tiefe. Die Strömung aus Norden kann sehr stark sein und die Sicht schlecht. Die Teile sind weit verstreut, es gibt noch viel "lebende" Munition, also schauen, aber nur mit den Augen! Das Wrack ist nur 70m lang, somit bleibt genug Zeit für eine genaue Erkundung, vom gesprengten Loch an Steuerbord kann man ins Wrack hinein schwimmen. An anderer Stelle ist der Zugang nicht empfehlenswert. Es gibt nicht besonders viele Korallen, aber doch einige Fische, an der Sprengstelle sind Schulen von Glasfischen, und eine einsame Anemone mit zugehörigem Clownfisch. Über dem Wrack schwimmen Stachelmakrelen und Barrakudas.
Umm Dom (Steinstrand)
Das steile Kliff der Nordostseite vom der Insel Giftun Kebira (die Große Giftun) stürzt in den Abgrund der Tiefe. Die Riffwand fällt auf 12m, gefolgt von einem steilen Hang bis zum Abfall in zirka 27m. Hier spielt sich am meisten auf 15m und höher ab, da der untere Hang und der Abfall oft von starken Strömungen, die vom Norden durch die Straße kommen, heimgesucht ist und so das Korallenwachstum eingeschränkt, was den Eindruck einer Mondlandschaft hervorruft. Auf halbem Weg sehen Sie eine Salatkoralle, im Blauen die Füsiliere, Drückerfische und vielleicht auch Haie und Schildkröten. Oben am Hang sind Muränen, Skorpionfische, Barrakudas und Schwärme von Antheas. Einige Male wurden in diesem Gebiet auch schon Walhaie gesichtet.
Shab Sabrina
Das Riff streckt sich an der Ostseite von Giftun Kebira hinaus, ein wunderschöner Korallengarten erstreckt sich 300 bis 400m in nördlicher Richtung. Am besten lässt man sich 300m draußen ins Wasser bringen und treibt dann mit der sanften Strömung zur Bootsmooring zurück. Dieses Gebiet ist mehr für seine wunderschöne Korallenlandschaft als für die Fische bekannt.
Small Giftun (27°11.030'N, 33°58.530'E)
An den Riffen rund um die Insel gibt es mehrere gute Tauchgänge, der bekannteste davon ist der Wald mit Riesengorgonien auf dem Saumriff an der östlichen Steilwand. Napoleons. Abu Ramada Island (Vater Ramada Insel, 27°09.784'N, 33°59.046'E) In Wirklichkeit zwei kleine Inseln, die von einem Saumriff umgeben sind. An der steilen östlichen Wand kann man einen wunderschönen Strömungstauchgang machen mit Fächerkorallen, Überhängen und Bögen zum Durchschwimmen. Große Zackenbarsche.
Gota Abu Ramada (27°08.340'N, 33°57.196'E)
Übersetzt "ein Teil von Vater Ramada". Mitten im Meer liegt dieses Riff auf einem seichten Plateau in zirka 12-15m Tiefe. Gute Tauchgänge im Osten, Westen und Norden mit unzähligen Weichkorallen, Schulen von Falterfischen, Wimpelfischen und Zackenbarschen, die in den Hügeln der Korallengärten herum schwimmen. Vor der Westspitze befinden sich drei Korallenstöcke, die besucht werden sollten.
El Aruk
Eine Ansammlung von Dutzenden von Korallenstöcken in zirka 10-15m Tiefe, manchmal gibt es eine starke Strömung. Man kann hier leicht die Orientierung verlieren, zählen sie die Korallenstöcke mit und verwenden Sie Ihren Kompass. Überall findet man Süßlippen unter den Kanten, auf den Sandplätzen Blaupunktrochen und Schwärme von Riffbarschen. Ein interessanter Korallenstock ist El Aruk Macroom (der Gespaltene) mit einer Höhle voller Glasfische, Zackenbarsch als Wächter und vielen Rotfeuerfischen.
Ras Disha
An diesem Saumriff rund um das Kap kann man einen guten flachen Tauchgang machen, Steinkorallengarten nördlich des Leuchtturmes mit Barrakudaschwärmen, Napoleons und Zackenbarschen. Sandaale.
Abu Hashish (Vater des GRASES!)
An der Südseite der Insel ein flaches Feld mit Korallenstöcken, man kann beim Durchschwimmen der Korallen jede Menge von Blaupunktrochen, Kugelfischen und Muränen sehen. Die Ostwand ist gut für einen aufregenden Tauchgang mit Großfischen im Blauen.





