Unterwasserfotografie News Aktuell - Olympus XZ-1 + Unterwassergehäuse PT-050
Aktuelle Unterwasserfotografie Digital: Anwenderbericht von Herbert Frei / Mit Olympus Unterwasserwelten entdecken, Mit den Kameras von Olympus entstehen nicht nur an Land tolle Fotos und Videos
Olympus XZ-1 + Unterwassergehäuse PT-050
Hamburg, Juni 2011 – Auch unter der Meeresoberfläche sind sie mit einem entsprechenden Unterwassergehäuse ganz in ihrem Element. Ob Fotograf, Taucher oder Abenteurer, Olympus hat für jeden Bedarf das perfekte Equipment, um die Welt unter Wasser sicher zu entdecken:
Ambitionierte Anwender tauchen mit der PEN oder der kompakten XZ-1 in bis 40 m dichten Unterwassergehäusen (PT-EP03 oder PT-050) ab. Abenteurer, die gern mit wenig Gepäck unterwegs sind, sollten sich die TG-810 ansehen. Diese Kamera ist auch ohne zusätzliches Gehäuse bis 10 m wasserdicht.
Für alle, die tiefer tauchen, steht das ebenfalls bis 40 m wasserdichte PT-051 zur
Verfügung. Unterwasserblitze, Halterungen, Makro-Konverter, schwimmende Schlaufen und vieles mehr runden das Angebot ab.
XZ-1 + PT-050: Ein Anwenderbericht von Herbert Frei
Die XZ-1 von Olympus ist eine Edel-Kompakte mit einem lichtstarken Zoom. Deshalb arbeitet der Autofokus auch bei mäßigen Sicht- und Lichtverhältnissen recht zuverlässig. Über die Bildqualität muss man nicht viel sagen. Sie kann durchaus mit einer Einsteiger-SLR mithalten.
Der Autofokus bringt überdies eine Tracking-Funktion mit. Beste Voraussetzungen für tolle Bildergebnisse unter Wasser. Ob Taucher oder Schnorchler, Olympus hat für jede Zielgruppe ein attraktives Angebot, um Bilder aus einem Element zu machen, das uns fotografisch ansonsten verschlossen bleibt.
Die Zahl 050 auf dem Unterwassergehäuse PT-050 steht für das 50. Gehäuse von Olympus. Damit gehört die Firma zu den Pionieren der digitalen Unterwasser-Fotografie, weit vor allen anderen. Um mit der XZ-1 abtauchen zu können und erfolgreiche Bilder nach oben zu bringen, sind einige grundsätzliche Dinge zu beachten.
Vorbereitung
Das Unterwassergehäuse PT-050 kann nur für die XZ-1 genutzt werden. Geöffnet wird es wie eine analoge SLR. Nur legt man nach dem Öffnen keinen Film ein, sondern die XZ-1. Einfach den Kamerablitz ausfahren, weil seine Aktivierung im Gehäuse nicht möglich ist, und die Kamera in das Unterwassergehäuse gleiten lassen.
Eine separate Aussparung mit Fenster nimmt den ausgefahrenen Blitz auf. Die Kamera muss weder angeschraubt noch positioniert werden.
Positiv: Olympus hat im PT-050 einen elastischen schwarzen Kunststoff- Tubus für das Zoomobjektiv verbaut. Damit werden Reflexionen unterbunden und Geisterbilder verhindert, wie sie unter Wasser bei diffizilen Lichtverhältnissen durchaus vorkommen können. Die dunkle Farbe im Innern des Unterwassergehäuses unterbindet vagabundierendes Streulicht beim Lichteinfall. Der schwarze Monitorlichtschutz erleichtert die Begutachtung im Live View.
Nur der Rückdeckel ist transparent und gibt den Blick auf die Bedienelemente frei.
Wichtig: Abgedichtet wird das PT-050 mit einem roten Silikon-O-Ring. Er ist die Achillesferse des Unterwassergehäuses, wenn man ihn nicht richtig behandelt. Nach jedem Einsatz im Wasser muss er akkurat gereinigt und mit dem beigelegten Fett aus der Tube eingerieben werden. Kein anderes Fett verwenden, sonst kann die Dichtung mit der Zeit länger werden und irgendwann beim Schließen des Rückdeckels aus der Nut quellen!
Die Folge ist Wassereinbruch. Sollte der O-Ring stark verschmutzt sein, muss er mit lauwarmem Wasser und Seife bzw. Shampoo gereinigt werden.
Nach dem Einfetten darf der O-Ring nicht mehr auf dem Tisch abgelegt werden. Sonst haften Schmutzpartikel am Fett und es kommt zu Undichtheiten. Der eigentliche Gehäuseverschluss funktioniert wie ein Exzenter.
Die Nase des Rückdeckels muss in die Nut des Rades eingeführt und gedreht werden. Der Rückdeckel zieht sich dann von alleine in die Dichtposition.
Tipp: Sollte tatsächlich einmal etwas Salzwasser eingedrungen sein, kann das PT-050 mit Süßwasser ausgespült werden. Es passiert nichts, weil keine elektronischen Bauteile installiert sind.
Nach einem solchen Vorfall muss das Frontglas innen sorgfältig abgetrocknet und gesäubert werden. Belassen Sie die Schutzkappe im Zubehörschuh. Sie schützt die Kontakte, falls mal ein Wassertopfen beim Öffnen des Rückdeckels heruntertropfen
sollte.
In diesem Zusammenhang ist wichtig, dass Sie das Unterwassergehäuse, die Hände und die Haare immer trocknen, bevor der Rückdeckel geöffnet wird.
Kameraeinstellungen
Nicht alles, was an Land machbar ist und Spaß macht, kann auch unter Wasser umgesetzt werden. Bei den Belichtungseinstellungen sollte die Blendenautomatik (S) nur bei Aufnahmen ohne Blitzlicht verwendet werden. Mit der Programmautomatik (P) enthebt einen die Kamera zwar von fast allen Einstellungen, aber man kann auch nicht eingreifen, wenn beispielsweise eine schnellere Verschlusszeit oder eine kleinere Blende
angebracht wären.
Wenn schon Programmautomatik, dann sollten Einsteiger im Unterwasserprogramm für Nahaufnahmen fotografieren. Es ist bei den Szene-Programmen SCN zu finden und mit dem rötlichen Anemonenfisch gekennzeichnet.
Bei Unterwasser-Landschaftsaufnahmen kann man das Szene-Programm mit dem Barakudaschwarm vorwählen.
Relativ sorglos und doch sehr hochwertig fotografiert man mit der Zeitautomatik (A). Hier pendelt die Synchronzeit zwischen 1/30 s und 1/2000 s je nach Umgebungslicht. Man muss sich also nur noch um die Blende kümmern, die sich zwischen 1,8 und 8 manuell vorwählen lässt.
Dieses Belichtungsprogramm kann unter Wasser uneingeschränkt empfohlen werden.
Erfahrene Unterwasser-Fotografen bevorzugen indes immer die manuelle Einstellung von Zeit und Blende. Auch wenn das nicht immer so schnell geht, wie erforderlich. Grund sind Mischlichtaufnahmen, also Blitzen mit blauem oder grünem Wasser im Hintergrund. Dazu muss man oft die Verschlusszeit auf Werte öffnen, die von der Zeitautomatik mit zugeschaltetem Blitz nicht immer angewählt wird. Beispielsweise 1/20 s mit Blende 8. Deshalb sollte der Bildstabilisator immer aktiviert sein.
Die Empfindlichkeitseinstellung kann mit der XZ-1 unter Wasser ISO 200 betragen. Bei diesem Wert ist noch kein Rauschen erkennbar und es bleiben Reserven beim Blitzen, denn der kleine Kamerablitz ist nur auf den Nahbereich ausgelegt, bis etwa 50 cm Motivdistanz. Aber Vorsicht: Wenn Sie zu nah herangehen, kommt es zu Schlagschatten. Zu empfehlen ist eine Mindestobjektentfernung von 10 bis 15 cm ab Gehäusefrontglas.
Die ISO-Automatik ist weniger zu empfehlen, weil sie bei geringem Umgebungslicht (Überhänge, Höhlen, Grotten) im Nahbereich die Empfindlichkeit nach oben ziehen kann. Aber auch, weil man nach oben hin keine Begrenzung festlegen kann. Um die Farben zu intensivieren, sollte man den Bildmodus auf „vivid“ einstellen.
Eine interessante Variante ist der zuschaltbare Popfilter. Zwar kann man auch ihn nur mit einer Programmautomatik verwenden, aber dieses Programm steht für farbliche Überraschungen ungeahnten Ausmaßes, zumal hier sowohl der interne Kamerablitz als auch ein externes Amphibienblitzgerät zündet.
Man sollte diese Belichtungsvariante einmal ausprobieren.
Unter Wasser gelten eigene Regeln. So ist es aus Gründen der Brillanz und Auflösung erforderlich, dass grundsätzlich die höchste Pixelzahl und die geringste Kompression eingestellt werden. Vom Digitalzoom sollten Sie unter Wasser die Finger lassen.




