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9.2.2010 : 1:49 : +0100

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Taucher News Deutsche Marine - Minentaucherkompanie wird 45

Die Minentaucher gehören zu den Spezialisierten Einsatzkräften Marine (SEKM). Sie beseitigen Minen und Kampfmittel oder unterstützen bei der Überwachung von Embargomaßnahmen

Eckernförde - Am 1. Oktober 2009 feiert die Minentaucherkompanie der Deutschen Marine in Eckernförde ihren 45. Geburtstag.

Minentaucher unterstützen vielseitig

Sie werden auch für andere Sonderaufgaben unter Wasser eingesetzt, zum Beispiel, um verlorengegangenes Material zu suchen oder zu bergen. Aber auch für die Unterstützung von Polizei, Feuerwehr und den Räumkommandos der Bundesländer werden die Minentaucher in Amtshilfe eingesetzt. Bis zu einer Tiefe von 54 Metern können sie mit ihrem Gerät tauchen

Minentaucher beherrschen aufwendige Beseitigungsverfahren


Auch das gehört zu ihren Aufgaben: Wenn Schiffe Häfen in Krisengebieten anlaufen, suchen Minentaucher die Pieranlagen nach Sabotageladungen und Seeminen ab. Gefundene Objekte können meist nicht vor Ort durch eine komplette Sprengung beseitigt werden, sondern werden mit aufwendigen Beseitigungsverfahren unschädlich gemacht. Nach dem Golfkrieg von 1991 räumten die Minentaucher den Minengürtel im Persischen Golf, der das Seegebiet von Kuwait blockiert hatte.

Für all ihre Aufgaben sind die Soldaten hervorragend ausgebildet und verfügen über modernste Ausrüstung. Um Minen zu beseitigen, werden komplexe Beseitigungsverfahren angewandt. Ziel ist immer, die Mine zu zerstören, bevor sie explodiert. Da Minen auf Akustik, Magnetik und Druck reagieren, arbeiten Minentaucher mit einer Spezialausrüstung. Der Taucheranzug und die Geräte sind antimagnetisch.

Minentaucherkompanie wurde 1964 gegründet

Die ersten Minentaucher wurden von 1958 bis 1973 in List auf der Insel Sylt ausgebildet. Hierzu wurden Rettungsschwimmer und Freiwillige aus allen Verwendungen in der Bundeswehr rekrutiert. Am 1. Oktober 1964 wurde die Minentaucherkompanie gegründet, in der seitdem alle Minentaucher beheimatet sind. Das ist jetzt 45 Jahre her. Die Minentaucherkompanie kann auf ein Minentaucherboot für die Ausbildung oder den Einsatz zurückgreifen. Außerdem verfügt sie über einen eigenen Fahrzeugpark und eine umfangreiche Spezialausrüstung.

Damit sind die Einsatzzüge und -gruppen der Minentaucher an Land und auf See voll beweglich und können flexibel eingesetzt werden.

Ausbildung dauert bis zu drei Jahre

Für eine Ausbildung zum Minentaucher kann sich sowohl jeder Soldat der Bundeswehr als auch jeder ungediente Deutsche bewerben.

Voraussetzung ist die körperliche Eignung sowie ein mittlerer Bildungsabschluss. Die Ausbildung dauert bis zu drei Jahre. Künftige Bootsmänner werden dabei zum Spezialisten in der Kampfmittelbeseitigung ausgebildet. Die Minentaucher haben zurzeit große Nachwuchssorgen. Von den etwa 120 vorhandenen Planstellen bei der Marine sind nur rund 60 besetzt.

Autor: Presse- und Informationszentrum Marine Fotos: Deutsche Marine

 

Von: Presse- und Informationszentrum Marine an Divers Travel Guide

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22.06.2009 16:29 Alter: 231 Tage