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2.9.2010 : 20:13 : +0200

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Tauchen News: Zentrales Unfallregister für Tauchunfälle notwendig, da Ursachen für Tauchunfälle oft im Dunkeln bleiben

Taucher Nachrichten: Das Druckkammerzentrum Freiburg steht als Zentrum für Tauch- und Überdruckmedizin Tauchern zur Tauchtauglichkeitsuntersuchung aber auch zur Behandlung der Folgen eines Tauchunfalls zur Verfügung

Die Region Freiburg liegt im Fadenkreuz herrlicher Tauchreviere: Vor den Toren die Baggerseen, beispielsweise der Matschelsee, nach Norden unzählige kleinere Tauchmöglichkeiten, im Süden die Schweiz mit den herrlichen Seen und schließlich der Bodensee, das "schwäbische" Meer.

Und immer mehr Tauchsportler entscheiden sich oft sehr kurzfristig gerade in der kalten Jahreszeit für einen Tauchurlaub, z.B. am Roten Meer.

Das Druckkammerzentrum Freiburg steht als Zentrum für Tauch- und Überdruckmedizin Tauchern zur Tauchtauglichkeitsuntersuchung aber auch zur Behandlung der Folgen eines Tauchunfalls zur Verfügung. Doch oft werden Beschwerden nach dem Tauchen zunächst nicht wahrgenommen bzw.  sich nicht eingestanden oder auch falsch interpretiert.

Ist der leichte Schwindel jetzt von den 5 Bierchen am Abend zuvor? Kommt das Kribbeln in den Armen vielleicht von der Wirbelsäule und vom Schleppen der Ausrüstung? Oft bleiben die Ursachen für Tauchunfälle im Dunkeln, was wiederum das Betreiben einer besseren Prävention erschwert.

Zum Thema „Neue Erkenntnisse zu Notfällen unter Wasser“ veranstaltete das Druckkammerzentrum in der vergangenen Woche einen Workshop für Notärzte und im notärztlichen Bereich tätige Mediziner.

 

*Tauchen wird immer ein interessanter Sport bleiben: die einmalige Unterwasserwelt, wunderschöne Korallenbänke und ein wenig Abenteuerlust, vielleicht etwas Neues zu entdecken, lassen den Kreis der Taucher stetig wachsen. Wenn das Wasser auch keine Balken hat, muss das Tauchen trotzdem keine unwägbaren Risiken bergen:
Grundvoraussetzungen dafür sind der richtige Umgang und die Übung mit dem Tauchgerät sowie die für das Tauchen erforderliche gesundheitliche Fitness.

*Taucher oft durch zunehmenden technischen Aufwand überfordert*

Panik bei unvorhergesehenen oder nicht eingeübten Zwischenfällen, Verletzungen an scharfen Kanten oder ein an Land banaler Schnupfen können jedoch zu Gefahren für die Gesundheit führen. Der Arzt und Geschäftsführer der Tauchunfall-Assistance aqua med in Bremen, Marco Röschmann, berichtete anlässlich eines Workshops für Notärzte und im notärztlichen Bereich tätige Mediziner in Freiburg über neue Erkenntnisse zu Notfällen unter Wasser. „Die Ursachen von Notfällen unter Wasser bleiben oft im Dunkeln. Wenn die einen tödlichen Tauchunfall untersuchende Staatsanwaltschaft keinen Anhalt für ein Fremdverschulden hat, werden keine weiteren Ermittlungen über die tatsächlichen Umstände der Erkrankung oder des Todes unter Wasser durchgeführt“, bedauert Marco Röschmann.

Ärzten fällt auf, dass die Taucher zunehmend überfordert sind. „Der technische Aufwand, der getrieben wird, ist oft immens und wird nicht immer beherrscht. Selbst eine gründliche ärztliche Untersuchung vor dem Tauchen schließt nicht aus, dass der Taucher übergewichtig und schlecht trainiert ist. Hinzu kommen die ganz normalen gesundheitlichen Risiken, wie zum Beispiel ein plötzlicher Hustenreiz, ein Schnupfen oder gar eine Herzattacke“, so Röschmann.

Die undefinedTauchunfall-Assistance aqua med sichert beispielsweise die Betreuung von Tauchern rund um den Globus und übernimmt die notwendige ärztliche Behandlung einschließlich einer Druckkammertherapie bei Tauchunfällen.

Marco Röschmann und Dr. Hellmuth Sümmerer , leitender Arzt am Druckkammerzentrum Freiburg, dem regionalen Zentrum für Tauch- und Überdruckmedizin, sind sich einig: „Neben einer leistungsfähigen Versicherung und einer guten Beratung bei Notfällen unter Wasser - etwa durch eine Hotline, die mit Tauchmedizinern besetzt ist - benötigen wir ein zentrales Unfallregister für Tauchunfälle.“ Und Sümmerer ergänzt:

„Ich halte zwar von zusätzlichem Papierkrieg wenig, es ist aber dringend erforderlich, genaue Daten über Unfallursachen unter Wasser zu haben, um bessere Prävention betreiben zu können.“

*Auch banale Beschwerden nach dem Tauchgang ärztlich abklären lassen*

Beide Ärzte weisen auf die Notwendigkeit einer zusätzlichen Versicherung für Tauchunfälle oder durch das Tauchen bedingte Erkrankungen hin. So ist in Deutschland die Tauchunfallbehandlung durch die international anerkannte Druckkammerbehandlung keinesfalls gesichert: Viele Druckkammern haben in den letzten Jahren ihren Betrieb eingestellt und die gesetzlichen Krankenkassen weigern sich, die ambulante Druckkammerbehandlung bei einem Tauchunfall zu übernehmen. Röschmann
ergänzt: „aqua med ist aus der Not einer ungesicherten tauchunfallmedizinischen Versorgung heraus sogar bereit, eine neben der Krankenhausbehandlung notwendige Druckkammerbehandlung separat zu vergüten. Die Fallpauschale mit rund 600 Euro ist für eine adäquate Tauchunfallbehandlung absolut unzureichend und ich möchte vermeiden, dass Taucher aus finanziellen Gründen nicht die bestmögliche Versorgung bekommen.“

Die nächste Druckkammer in der Region befindet sich in der Habsburgerstraße 116 in Freiburg. Neben der Hotline von Aqua Med (+49 (0) 700 - 34835463) kann auch jederzeit ein Arzt im Druckkammerzentrum Freiburg über die Druckkammer-Hotline 0170/20 26 111 erreicht werden.

„Ich rate dem Taucher grundsätzlich, auch scheinbar banale Beschwerden, die nach dem Tauchen auftreten, tauchärztlich abklären zu lassen“, so Röschmann.

Von: Druckkammerzentrum Freiburg an Divers-Travel-Guide.com (tm)

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30.10.2009 10:01 Alter: 307 Tage