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17.5.2012 : 17:49 : +0200



Beach & Boat 2009 Leipzig: Spritziges unterm Hallendach - Kanupolo

Zu den Sportlern, die vom 12. bis 15. Februar 2009 in Aktion treten, gehören die Kanupolo-Spieler des Sächsischen Kanuverbandes.

Kanupolo: Ein Trendsport erobert mitteldeutsche Gewässer

Am Messesamstag präsentieren sie die anspruchsvolle Trendsportart - bei der nicht nur gepaddelt wird, sondern auch geschubst werden darf - auf dem Pool in Halle 5.


Sächsische Kanupolo-Spieler beweisen zur Beach & Boat 2009 perfekten Umgang mit dem Gerät

Fünf Kanuten pro Team bugsieren mit dem Paddel oder mit der Hand einen Wasserball ins gegnerische Tor. Das hängt in zwei Metern Höhe und ist nur 1 x 1,5 Meter klein. Schubsen an Schultern und Oberarmen ist ausdrücklich erlaubt, wenn ein Spieler den Ball besitzt. Kanupolo heißt die Mischung aus Wasser- und Basketball, die im Kajak gespielt wird - auf einem Spielfeld von 23 x 35 Metern bei mindestens 90 Zentimetern Wassertiefe.

Den anspruchsvollen Trendsport führen die Aktiven des Sächsischen Kanu-Verbandes e.V. auf der neuen Leipziger Wassersportmesse Beach & Boat vor: Am Messesamstag, dem 14. Februar 2009, liefern sich die Spieler mit vier bis sechs Booten ein Gefecht im Wasserbecken in der Messehalle 5 und zeigen ihre faszinierenden Tricks.

"Wie der Fußball wurde auch Kanupolo in England erfunden und ist über 100 Jahre alt", erzählt Jochen Stets, Fachwart für Kanupolo im Sächsischen Kanu-Verband e.V. "In den 1920er Jahren eroberte die Sportart von Hamburg aus Deutschland, und seit 1971 gab es in der BRD deutsche Meisterschaften."

In den neuen Bundesländern breitete sich der Sport erst nach der Wende aus.
Vor allem bei Studenten ist Kanupolo als Funsport sehr beliebt. Strengere Regeln herrschen unter den zwölf Mannschaften der Bundesliga und den zwei weiteren Ligen.

"Der Sport begeistert vor allem jene Kanuten, die mit ihrem Boot nicht nur geradeaus fahren wollen", meint Jochen Stets augenzwinkernd. Bisher sei die mitteldeutsche Region in Sachen Kanupolo aber noch Entwicklungsland: Gerade mal fünf der über 70 bundesweiten Vereine sind in Sachsen aktiv, davon zwei in der 3. Leistungsklasse. Die Hochburgen sind Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Hannover und Berlin. Seit 1993 gibt es im Kanupolo Welt- und Europameisterschaften, Deutschland ist auf den vorderen Plätzen dabei.

Hoher Anspruch an Kraft und Motorik

"Kanupolo ist ein sehr vielseitiger Sport, trainiert Kondition, Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit gleichermaßen. Der Umgang mit dem Ball verlangt sehr gute Koordinationsfähigkeit", erklärt Jochen Stets. Der 42-Jährige spielt seit 1991 und gehört zu den Pionieren des Kanupolo-Sports in Sachsen. Auch Kinder können an den Start gehen: "Bereits mit sieben Jahren werden sie an den anspruchsvollen Sport herangeführt, ab zehn können sie erste Wettkämpfe bestreiten."

Die speziellen Kanupolo-Boote stellen im Allgemeinen die Kanu-Vereine. Sie sind ähnlich gebaut wie Wildwasserkajaks, nur etwas kürzer und mit Rammschutz. Auch die Ausrüstung finden Neueinsteiger in den Vereinen - Spezialpaddel mit mindestens fünf Millimeter Blattstärke, Schwimm- und Schutzweste sowie Helm mit Gesichtsschutz. "Auf der Beach & Boat 2009 in Leipzig können Neugierige einen ersten Eindruck vom taktischen und körperlichen Geschick gewinnen, das Kanupolo verlangt", kündigt Jochen Stets an.

Von: Leipziger Messe GmbH an Divers Travel Guide

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20.01.2009 12:19 Alter: 3 Jahre