Artenschutz News - Schwarzer Tag für den Atlantischen Blauflossen-Thunfisch
Artenschutz Nachrichten: Obwohl seine Bestände kontinuierlich zurückgehen, konnten sich die Delegierten auf der 15. CITES-Konferenz in Doha/Katar am heutigen Donnerstag nicht auf einen internationalen Handelsstopp für den Atlantischen Blauflossen-Thunfisch einigen.
Handelsstopp für den gefährdeten Blauflossen-Thunfisch gescheitert
Doha/Katar - Monaco hatte den Antrag gestellt, den durch massive Überfischung gefährdeten Atlantischen Blauflossen-Thunfisch im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens auf Anhang-I zu listen. Dieser Schutzstatus hätte den wertvollen Raubfischen jene Atempause verschafft, die sie so dringend zur Erholung ihrer Bestände benötigen.
In einer geheimen Abstimmung sprachen sich die Delegierten jedoch mit einer überwältigenden Mehrheit gegen eine Unterschutzstellung durch CITES aus.
Dazu erklärt NABU-Artenschutzexpertin Heike Finke in Doha:
„Das ist ein schwarzer Tag für den Atlantischen Blauflossen-Thunfisch.
Wie so oft stehen hier wieder einmal die wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund.
Die Bestände des Atlantischen Blauflossen-Thunfischs sind in den letzten Jahrzehnten dramatisch eingebrochen. Wird nun nichts unternommen, werden diese beeindruckenden Fische bald aus unseren Meeren verschwunden sein - mit nicht bekannten Folgen für das maritime Ökosystem.
Eine Anhang-I-Listung hätte keine Auswirkungen für die lokale Fischerei gehabt, lediglich der großen, industriellen Fischerei wäre die Rote Karte gezeigt worden. Wieder einmal wird klar: Bei Wirtschaftsinteressen muss der Artenschutz hinten anstehen“.




