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Artenschutz News - KEIN WALFANG MEHR! Tierschützer gegen Islands Regierung

Die Tierschützer werden die Einführung des Euro in Island und auch einen Beitritt zur EU bekämpfen, solange Island weiter das Abschlachten der Wale betreibt.

05.12.08 - Radolfzell/Hagen/Leverkusen - Island kann keinen Boykott seiner Wirtschaftsgüter und Einbußen im Tourismusgeschäft hinnehmen. Dies ist der Hebel, über den die Walschützer die Regierung Islands bewegen wollen, den Walfang einzustellen.

Die Tierschützer werden die Einführung des Euro in Island und auch einen Beitritt zur EU bekämpfen, solange Island weiter das Abschlachten der Wale betreibt. An diese Bedingung soll die EU die Aufnahme Islands in die Staatengemeinschaft knüpfen.

Die Aktion der Walschützer ist nicht zu unterschätzen, denn sie wird von 200 Tierschutzorganisationen mit mehr als 100 000 Mitgliedern unterstützt. Tierschutzaktivist Andreas Morlok ( 42 ), Walschützer Norbert Kochhan ( 54 ) und Jürgen Ortmüller ( 55 ) vertreten im Namen ihrer Gruppen eine klare Position.

Seit der Wiederaufnahme des isländischen Walfangs im Jahre 2003 protestiert die Walschutzseite gegen ein sinnloses, angeblich wissenschaftliches Walfangprogramm, welches jedoch keine Forschungserkenntnisse nachweisen kann. Weil die Nachfrage nach Walfleisch, welches mit Umweltgiften stark belastet ist, im eigenen Land sehr gering ist, sind die Kühlhäuser bis zur Decke mit Walfleisch gefüllt. Der Walfang wird dennoch fortgesetzt und das Walfleisch landet entweder auf isländischen Mülldeponien oder wird an Japan verkauft, trotz internationalem Handelsverbot für Walprodukte. Hervorgehoben werden muss, dass selbst Finnwale – auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten – weiterhin bejagt werden.

Die meisten Regierungen der Länder sind tatenlos, die Internationale Walfang-Kommission (IWC) machtlos und die UNO fühlt sich nicht zuständig, so der Vorwurf der Tierschützer.
Vor diesem Hintergrund werden die Walschützer selbst aktiv und sie werden Tausende anschreiben, die alle etwas mit der isländischen Wirtschaft zu tun haben und diese auffordern, sich bei der isländischen Regierung für die Einstellung des Walfangs einzusetzen.

Am Ende dieser Maßnahme wird der europaweite Boykott Islands stehen.

Damit liegt es nun an den Isländern selbst, den Walfang für alle Zeiten zu beenden.---

Von: Andreas Morlok an Divers Travel Guide

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05.12.2008 04:03 Alter: 2 Jahre