Abschlussbericht zur Leipziger Wassersportmesse Beach & Boat 2010
Wassersport News: Gelungene Mischung aus Information - Action - Unterhaltung / Martin Buhl-Wagner: "Wir sind auf dem richtigen Kurs" / Stimmen der Aussteller: Ich bin sehr zufrieden mit dieser Messe. Es passte alles...
Erfolgreiche zweite Runde für die Beach & Boat: 13.500 Besucher erlebten den Start in die Wassersport-Saison 2010
Volle Kraft voraus: Nach ihrer erfolgreichen Jungfernfahrt im Vorjahr hat die Leipziger Wassersportmesse Beach & Boat 2010 zugelegt. Rund 13.500 Besucher - 1.100 mehr als 2009 - informierten sich vom 18. bis 21. Februar über die neuesten Trends und Produkte für die bevorstehende Wassersportsaison.
"Ein toller Erfolg, der zeigt, dass wir mit dieser Veranstaltung genau auf dem richtigen Kurs sind", urteilt Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe. "Die Beach & Boat ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Messe mitten im Markt - dem Markt einer aufstrebenden Gewässerlandschaft, die rund um Leipzig und in der Lausitz entsteht." Insgesamt 142 Aussteller hatten auf 15.000 Quadratmetern Fläche ihre Angebote für Sport, Touristik und Erholung am Wasser unterbreitet.
2009 waren es 125 Aussteller auf 10.000 Quadratmetern.
Laut einer Befragung des Instituts für Marktforschung Leipzig galt das größte Interesse der Besucher in diesem Jahr dem Thema Motorboot. "Dieser Nachfrage sind wir mit dem neuen Motorboot-Forum vollauf gerecht geworden", schätzt der Projektdirektor der Beach & Boat, Christian Gute, ein. Rund 43 Prozent der Besucher gaben an, sich für motorisierten Wassersport zu begeistern - gefolgt vom Segeln, das für 38,5 Prozent den wichtigsten Messebereich bildete. Dieses Interesse schlug sich auch in den Geschäftsabschlüssen nieder: Fast alle Anbieter von Booten berichteten von Verkäufen auf der Messe. Entsprechend planen 87 Prozent der diesjährigen Aussteller, nächstes Jahr wieder dabei zu sein. 91 Prozent wollen die Messe weiterempfehlen.
Auch von den Besuchern wollen der Befragung zufolge 90 Prozent zur Beach & Boat 2011 wiederkommen und 87 Prozent die Messe weiterempfehlen. "Besonders freuen wir uns, dass uns bei der Besucheransprache der 'Spagat' zwischen jungen, sportbegeisterten Leuten und älteren, einkommensstarken Zielgruppen gelungen ist", erklärt Christian Gute. So waren 36 Prozent der Gäste 18 bis 40 Jahre und 41 Prozent 41 bis 60 Jahre alt. Jeder Vierte gab an, über ein Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 3.600 Euro zu verfügen. Zwei von drei Beach & Boat-Gästen waren männlich. Und während 68 Prozent bereits Wassersport betreiben, haben 16 Prozent der Besucher vor, damit anzufangen.
Sommer-Feeling und Wettkampf-Spannung
Große Resonanz fanden auch in diesem Jahr jene Ausstellerstände und Foren, in denen die Besucher Action erleben, mitmachen oder Produkte selbst testen konnten. Allen voran der 550 Quadratmeter große Indooor-Pool mit Angeboten beispielsweise zum Surfen, Tauchen, Stand-Up-Paddling oder Kanufahren. Am Messe-Samstag gingen hier mit den Finals "Beat the Star" und "Wake the Pool" zwei spannende Wettkämpfe über die (Wasser-)Bühne. Den Endausscheid im Stand-Up-Paddling "Beat the Star", der von MDR Sputnik präsentiert wurde, gewann der 21-jährige Naumburger Dirk Diers; er kann sich jetzt auf eine Kitesurf-Reise nach Spanien freuen. Beim Indoor Wakeboard Contest "Wake the Pool" wurden die jeweils Besten in den Kategorien Wakeboard Open Ladies, Wakeboard Open Men und Wakeskate Open Men ermittelt und mit einem Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro gekürt.
In der erstmals eingerichteten Beach & Boat WERKSTATT bauten die Gäste an verschiedenen Holzbooten mit, im Club wurde Beachvolleyball und -hockey gespielt oder bei einem Cocktail an der Strandbar gechillt. Viele Aussteller luden außerdem zu Bootsbesichtigungen und sportlichen Übungen ein. "Die Mixtur aus Information, Aktion und Unterhaltung kam bei den Besuchern überaus gut an", resümiert Christian Gute.
2. Leipziger Seenland-Kongress erweiterte Horizonte
Über Entwicklungs- und Vermarktungspotenziale in den neu entstehenden Seenlandschaften Mitteldeutschlands und der Lausitz berieten die 150 Teilnehmer des Leipziger Seenland-Kongresses "Beach & Boat Business", der zum zweiten Mal im Rahmen der Wassersportmesse ausgerichtet wurde. "Die Vision des Leipziger Neuseenlands ist für die ganze Region eine tragende Idee", betonte Leipzigs Bürgermeister und Beigeordneter für Umwelt, Ordnung und Sport, Heiko Rosenthal. "Sie zählt zu den wesentlichen Entwicklungspotenzialen, um auch künftig im europäischen Konzert der Regionen mitzuspielen."
Diese Aussage konnte Marcus Heberle, Geschäftsführer der Touristischen Gebietsgemeinschaft Lausitzer Seenland e. V., für sein Revier nur unterstreichen: "Die neuen Seenlandschaften sind einmalige Wachstumsmärkte", sagte er. "Wo sonst haben Investoren noch solche Möglichkeiten, sich in den Wassersport einzubringen?"
Wichtiges Thema des 2. Leipziger Seenland-Kongresses war auch das Für und Wider des Motorboot-Tourismus auf den neuen Gewässern. Hier wird derzeit an Konzepten gefeilt und ausgelotet, was ökonomisch möglich und ökologisch verträglich ist. In einem Expertengespräch war man sich letztlich im "Ja" zum Motorbootsport einig - wenn auch mit Einschränkungen.
Auch 2011 gibt's ein Messekleeblatt
Die dritte Beach & Boat findet vom 17. bis 20. Februar 2011 statt, erneut im Verbund mit der Verbraucherschau HAUS-GARTEN-FREIZEIT, der mitteldeutschen handwerksmesse (12. bis 20. Februar) sowie der ImmobilienMesse Leipzig (18. bis 20. Februar). In diesem Jahr hat das Messekleeblatt insgesamt 177.600 Besucher auf das Gelände gelockt.
Stimmen der Aussteller
Ein lohnender Markt
Torsten Weidner, Geschäftsführer, DBfE Der Bootsdoktor für Europa GmbH,
Zehren:
Ich bin sehr zufrieden mit dieser Messe. Es passte alles, die Entwicklung zum Vorjahr war deutlich. Für viel Publikum sorgten nicht zuletzt die attraktiven Events im Indoor-Pool sowie die Synergien, die wir aus dem Verbund mit den drei anderen Verbrauchermessen registrierten. Überrascht hat mich besonders die Nachfrage nach elektrisch betriebenen Booten im Lausitzer Seenland. Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Segment hier so ausbaufähig ist. Wir werden deshalb im nächsten Jahr noch größere Boote mit Elektromotor zur Beach & Boat mitbringen. Erfreulich finde ich außerdem, was in Leipzig an Chartergeschichten läuft. Das scheint hier ein richtig lohnender Markt zu werden.
Publikum hat deutlich an Kompetenz zugelegt
Jörg Rostock, Inhaber, Wavecrest Canoes, Luckau:
Nicht nur die Messe ist gegenüber dem Vorjahr gewachsen, auch das Publikum hat deutlich an Kompetenz zugelegt. Ich konnte sehr interessante Fachgespräche führen und allerhand verkaufen. Die Resonanz am Stand wurde von Messetag zu Messetag besser. Einerseits habe ich unser Angebot an Kanus präsentiert, andererseits neue Besuchergruppen für den sanften Wassersport sensibilisiert. Ich bin sicher, diese Messe hat eine gute Zukunft. Man merkt ja in vielen Gesprächen, wie viel sich gegenwärtig rings um Leipzig in Sachen Wassersport tut.
Gutes Nachmessegeschäft erwartet
Irma Römer, Inhaberin, Yachtcharter Römer, Buchholz/Müritz:
Ich bin richtig zufrieden. Das Publikum war klasse - unvoreingenommen, interessiert, gut gestimmt. Viele wussten noch gar nicht, dass man Yachten auch ohne Bootsführerschein chartern kann. So haben wir gleichzeitig etwas Aufklärung geleistet. Und alle skeptischen Stimmen, wonach man auf solch einer Messe wenig für das Chartergeschäft tun kann, erwiesen sich als unberechtigt. Wir hatten bereits im vorigen Jahr durch die Beach & Boat einen hervorragenden Nachfolgeeffekt. Diesmal, denke ich, wird dieser noch besser ausfallen. So sind wir natürlich auch nächstes Jahr wieder hier.
Erfolgversprechende Aussichten für die Beach & Boat
Frank Schaper, Inhaber, Bootscenter an der B1, Werder-Glindow:
Es war viel Publikum hier, vor allem auch Fachbesucher. Ich bin mit unserem Auftritt voll zufrieden. Es lief besser, als ich erwartet hatte - eigentlich wollten wir diesen Markt erst einmal antesten. Andererseits gehören sächsische Wassersportfreunde schon lange zu unseren potenziellen Kunden, ist man von hier doch in einer Stunde an den ersten Berliner Seen.
Gut finde ich den Zeitpunkt der Messe; er liegt günstig vor Beginn der Saison und reiht sich durchdacht in den Reigen anderer Branchenschauen ein.
Ich denke, so wird e sich die Beach & Boat auf absehbare Zeit als eine große Regionalmesse etablieren.
Erwartungen wurden übertroffen
Lorenz Buchler, Geschäftsführer, Topcat Vertrieb Ost GmbH, Berlin:
Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Wir wollten zunächst Marktbereitung und Aufklärung betreiben sowie die Besucher auf das Katamaran-Segment neugierig machen, konnten aber auch schon verkaufen. Sicher wird es noch eine Weile dauern, ehe der Wassersport in der mitteldeutschen Region richtig heimisch ist. Doch der Weg, unsere Topcats über die hier etablierten Segelschulen an potenzielle Kunden zu bringen, ist richtig.
Deutlicher Sprung gegenüber dem Vorjahr
Sebastian Hentschel, Inhaber, sailselect, Greifswald:
Diese Messe macht Spaß. Sie hat gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Sprung gemacht - mehr Fläche, mehr Aussteller, mehr Leute in der Halle. Für uns lief es gut. Ein wenig leisten wir hier auch Aufbauarbeit in Sachen Segeln. Es gibt viel zu erklären, doch wenn daraus neue Aufträge resultieren, machen wir das natürlich sehr gern. Ein gutes Gefühl habe ich, was das Nachmessegeschäft betrifft. Man spürt geradezu, in dieser Region liegt noch viel Potenzial für unser Metier. Auch die Kaufkraft hat zugelegt.
Trend zu Neubooten
Helmar Becker, Geschäftsführer, BTM Marine Wassersport GmbH, Bitterfeld:
Von den Abschlüssen her war die Beach & Boat absolut okay. Die Besucher brachten reichlich Interesse mit. Man merkte, dass sich viele im Vorfeld bereits gründlich informiert hatten und ganz gezielt an den Stand kamen. Im Übrigen bestätigte die Messe den seit einiger Zeit zu erlebenden Trend zu Neubooten. Vor fünf Jahren kamen beim Verkauf auf ein neues Segelboot noch zwei gebrauchte, mittlerweile hat sich diese Tendenz fast umgekehrt. Als Hersteller freut uns das natürlich besonders.
Wakeboard-Contest zog kauflustiges Publikum
Marco Pentke, Surflehrer, Surfer’s Paradise, Neustadt am Rübenberge:
Die Messe lief super für uns. Der Wakeboard-Contest zog viel Publikum hierher, und wir konnten klasse verkaufen. Auch die fachbezogene Atmosphäre in den Kundengesprächen war sehr angenehm. Etwas überrascht hat uns, dass hier im Osten deutlich mehr Kitesurfen als Wave Surfen gefragt ist. Darauf werden wir uns das nächste Mal einstellen - aber zugleich auch etwas Marketing in Sachen Wave Surfen betreiben. Ich denke, das dürfte sich dann auch hier schnell durchsetzen.
Gleich am ersten Tag ein großes Schiff verkauft
Detlef Marz, Seniorchef, Müritz-Yacht-Management e.K., Rechlin:
Wir haben gleich am ersten Tag ein großes Schiff verkauft - das war ein Auftakt nach Maß. Auch sonst war es eine rundum gelungene Messe. Wir konnten uns gut darstellen und bekamen auf unsere Yachten die erhoffte Resonanz. Die Akquise lief recht ordentlich, zumal es hier durch die neuen Seenlandschaften deutlich mehr Interessenten für den Wassersport gibt. Als Landesdelegierter Ost für den Bundesverband Wassersportwirtschaft kann ich hier in Leipzig zugleich ein wenig aufklärend wirken bzw. frühzeitig registrieren, was auf regionaler oder lokaler Ebene an möglichen Beschränkungen für den Wassersport in den neuen Seenketten läuft.
Viele Neukunden gewonnen
Sascha Herbig, Geschäftsführer, Kitefly GbR, Leipzig:
Alles war bestens. Allein durch den Wakeboard-Contest war stets viel wassersportlich aktives Publikum in der Halle, das hat den Verkauf angekurbelt. Es waren vor allem die richtigen Leute da, also keine Schnäppchenjäger, die nur auf Ramschpreise aus sind. Wir konnten auch eine ganze Reihe Neukunden gewinnen. Sicher spielt uns hier der Heimvorteil in die Hände. Viele Besucher aus Leipzig oder dem näheren Umkreis, die an unseren Stand fanden, wollen auch nach der Messe unseren Shop aufsuchen.




