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17.8.2017 : 5:42 : +0200


Fise - Extremsport - Montpellier / Seite 2

Stadtgeschichte


Erst im 10.Jahrhundert ist die südfranzösische Stadt Montpellier entstanden und erhielt mit Gründung Ihrer medizinischen Fakultät im Jahr 1220 an großer Bedeutung. Einer der berühmtesten Professoren war im 16.Jahrhundert der weltbekannte Nostradamus.


Durch die Hugenottenkriege wurden mittelalterliche Gebäude zerstört und durch Bürgerhäuser, die äußerlich oft schlicht wirken, im Inneren jedoch oftmals prunkvoll ausgestattet sind, ersetzt.

Der Place de la Comedié bildet das Herz der Stadt, er wurde nach der alten Oper benannt.

Auf diesem Platz befindet sich auch das Wahrzeichen der Stadt, der Brunnen „Drei Grazien“.



Montpelliers Fußgängerbereiche zählen mit bis zu 60.ooo Menschen pro Tag zu den weitläufigsten Europas.Die Cathedrale Sankt Pierre wurde als einzige Kirche in Montpellier nicht vollständig durch Kriege zerstört.

Die letzten im 19.Jahrhundert vorgenommenen Restaurierungsarbeiten an der im gotischen Stil erbauten Kirche haben der Kathedrale ihr ursprüngliches Aussehen erhalten.

Durch die angrenzende Fassade der medizinischen Fakultät wirkt Sankt Pierre, ähnlich einer Festung, massiv und gewaltig. Einen „Arc de Triomphe“ findet man nicht nur in Paris.



Der in Montpellier stehende Triumphbogen

Der in Montpellier stehende Triumphbogen wurde Ende des 17.Jahrhunderts zu Ehren des siegreichen König Ludwig XIV erbaut und ist mit zahlreichen Reliefs der Höhepunkte seiner Herrschaft verziert.

Bei geführten Stadttouren kann man über 85 Stufen im Inneren des Bauwerkes die Aussichtsplattform erreichen. Es bietet sich ein herrlicher Blick über die gesamte Stadt bis hin zum Meer.Zu Zeiten des Wohlstandes erbaute der Adel Lustschlösser und die wohl schönste Promenade Südfrankreichs, die „Promenade du Peyrou“. Seit 1773 besticht diese Architektur aus 2 prunkvollen Ebenen ihre Besucher mit monumentalen Treppen, dem Reiterstandbild Ludwig XIV, einem kleinen Säulentempel der das Wasserreservoir enthält und dem monströsen 880m langen und 22m hohen Aquädukt.


Der Wasserturm „Chateau d’Eau“ bietet bei guter Sicht einen Blick bis hin zu den Pyrenäen, den Mont Ventoux und natürlich über die ganze Stadt Montpellier.Man trifft sich in Straßencafes zu kulturellen Veranstaltungen, im ehemaligen Ursulinen Kloster dem „Anden couvent des Ursulines“, besucht die königliche Akademie der Wissenschaften „Observatorium der Academie Royale des Sciences“ oder man trifft sich im ältesten botanischen Garten Frankreichs dem „Jardin des Plantes“.


Ausflugsziele gibt es viele, die es Wert sind, entdeckt zu werden und einen Urlaub in der Region zu verbringen. Mit dem Bus- und Straßenbahnliniensystem TAM sind Städte und Gemeinden verbunden. Donnerstags, Freitags und Samstags ist „AMIGO“ der Bus für Nachtschwärmer von Mitternacht bis 5h morgens zwischen den Diskotheken und Nachtlokalen unterwegs.


An 50 Vélomagg Stationen kann man die nur 17 Kg schweren Alufahrräder ausleihen. Der Tagespreis für ein 24 Stunden Ticket beträgt 2€, als Kaution muss nur ein Ausweis hinterlegt werden.Über 50 Hotels, 1 Jugendherberge, 1Universität, 12 Kirchen und 8 Museen und unzählige Restaurants und Cafes gibt es in Montpellier. Im Denkmalgeschützen Gebäude, direkt im historischen Zentrum gelegen, findet in den „Halles Castellanes“ ein überdachter Markt statt. 2x wöchentlich gibt es auf der“ Place des Arcaux“ einen Biomarkt mit allen erdenklichen Leckereien.


Restaurantempfehlungen in Montpellier Kino a6, rue des Soeurs NoiresEl Cuba CaféAllée Ulysse Odysséum IL´Eden Brasserie17 Bd Sarrail Le Tire Bouchon2 place Jean Jaurès Nahe am Place de la ComedieInsensé Restaurant du musée Fabre11 avenue St LazareSchloss Château de Flaugergues Unweit der Stadt findet man im Schloss Château de Flaugergues „ herrliches Lustschlösschen“ einen Platz der himmlischen Ruhe. 1696 kaufte Etienne de Flaugergues, Schatzmeister von Montpellier das Anwesen. Nach 45 Jahren stetiger Umbauten hat es bis heute seine klare Struktur beibehalten. Im Inneren entdeckt man eine Wendeltreppe mit offener Spindel, Flämische Gobelins, wertvolle Gemälde, alte Schränke mit Porzellan aus dem 18.Jahrhundert. Hier lebt der Comte Pierre de Colbert in 10.Generation mit seiner Familie, den Eltern und mit seinen Kindern. Dieser einzigartige Besitz im Languedoc hat sich im Laufe der Jahre zu einem anerkannten Weingut entwickelt.


Der 30ha große Weingarten besteht aus 92% der besten Rebsorten Grenach, Syrah, Mourvèdre, etwas Carignan und Cinsault.


Die Römer haben hier mehr als 2000 Jahre Weinreben angebaut. Mönche von Grand Mont als auch die Ahnen der Besitzer haben den Weinanbau bis heute beibehalten. Heute werden Flaugergues Weine bis nach Übersee exportiert. Einen Namen unter Weinkennern haben die Cuvée „Colbert“ und „Constance“ aus den besten Parzellen des Weingartens. Direkt auf dem Anwesen finden Weinproben statt und man hat die Möglichkeit direkt seinen Wein vor Ort einkaufen.


Der romantische Schlosshof mit nur wenigen Stühlen und Tischen bietet sich gut für ein Picknick an. Umweltpolitik wird in Montpellier groß geschrieben. Es existiert ein Wärme- und Kühlnetzwerk welches stetig weiter ausgebaut wird. Über eine nicht- Kommunale Organisation werden die Bürger über genetische Nahrungsmittel informiert. Vor ein paar Jahren hat man durch gute architektonische und verkehrspolitische Planungen die größte Autofreie Innenstadtzone in der Universitätsstadt Montpellier geschaffen.So trifft man auf 24 km Autofreien Straßen und Gassen nur Fußgänger, Radfahrer, einen Kleinbus mit dem Namen „Le Cuilhelm“ zu Deutsch „Alter Willhelm“ und 2 Straßenbahnlinien welche touristische Sehenswürdigkeiten untereinander verbinden.


Zur Verbesserung des Verkehrsflusses wurden Park & Ride Parkplätze gebaut und es gibt mehr als 1500 Parkplätze für Zweiräder, sowie ein Fahrradwegenetz von nahezu 150 Kilometern.Das Musée FabreDie Provinzstadt Montpellier kann nach über 4 Jahren Renovierungsarbeiten, welche über 60 Millionen Euro verschlangen, das erstrangige Museum Musée Fabre auf weisen.Es liegt inmitten der prachtvollen Esplanade in der Altstadt.


Durch den Maler François-Xavier Fabre (1766-1837), ein Schüler des bekannten David, der in Florenz lebte und seiner Geburtsstadt 1825 seine umfangreiche Sammlung an europäischer Kunst vermacht hat, erhielt das in der Empirezeit entstandene Museum einen besonderen Impuls. Weit ab von Paris hat Frankreich nun einen weiteren kulturellen Höhepunkt aufzuweisen. Die Gradwanderung Ultramodernes mit Altem zu verbinden ist hier besonders gut gelungen!


In den verschiedenen Museen der Stadt zeigt man Bücher, Gemälde, Zeichnungen und Graphiken, aber auch Skulpturen, Statuen, Handwerkskunst und Möbel.