Sie sind hier: Wassersport Messe / boot 2009 News / Eröffnungspressekonferenz
17.8.2017 : 5:47 : +0200

boot 2009 News


hier informieren !



Eröffnungspresekonferenz boot 2009 - Videomittschnitt

Ausführungen Werner M. Dornscheidt - Vorsitzender der Geschäftsführung Messe Düsseldorf

 

Leinen los für die 40. boot-Düsseldorf!

1.641  Aussteller aus 57 Ländern in 17 Messehallen/ Volles Programm  mit internationalen Spitzensportlern/ Zehn Erlebnisparks bieten Freizeitspaß rund um den Yacht- und Wassersport

Am 27. November 1969 nahm eine Erfolgsgeschichte ihren Anfang.

In Düsseldorf lief die erste boot vom Stapel. 116 Aussteller aus acht Ländern präsentierten sich in der Halle B des alten Düsseldorfer Messegeländes an der Fischerstraße auf 11.000 m² Hallenfläche.

Mehr wollten sich damals noch nicht mit ihren Booten, Yachten und Bootsausrüstungen dem „Newcomer“ unter den Bootsausstellungen anvertrauen.

Doch die Besucherzahl von 33.600 Boot- und Wassersportfreunden und der geschäftliche Erfolg der Premiere sprachen für sich.

Und so beschloss die Führung der Messe Düsseldorf: Es geht weiter! Eine richtige Entscheidung, wie sich gezeigt hat. Ein entscheidender Faktor dabei: Der Umzug in das neue Messegelände in Düsseldorf-Stockum im Januar 1972. Von da an ging es fast stetig bergauf. Nach und nach bereicherten neue Wassersportarten das Angebot. Viele gekrönte Häupter und prominente Wassersportler gaben sich in Düsseldorf die Ehre. In den 90er-Jahren entdeckte die Superyacht-Industrie die boot. Der Bau der Messehalle 6  verschaffte der Branche 2001 eine tolle Plattform und der boot neue Dimensionen. Heute ist sie die weltgrößte Schau rund um alle Boots- und Wassersportarten.

Die ganze Welt des Wassersports in 17 Messehallen

Auch wenn die boot 2009 in diesem Jahr im Zeichen schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen steht, heißt es für die boot-Crew: Volle Kraft voraus! Die 40. boot-Düsseldorf startet am Samstag, 17. Januar 2009, mit 1.641 Ausstellern aus 57 Ländern. In 17 Messehallen wird auf 220.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche alles gezeigt, was Boots- und Wassersportlern Freude macht:  große Yachten, kleine Jollen, Tauch- und Angelsportausrüstungen, Surfsportbedarf, Bootsausrüstungen, maritime Dienstleistungen und die schönsten Destinationen für den nächsten Wassersporturlaub. 350 Werften, Importeure und Händler zeigen einen repräsentativen Querschnitt des Weltmarkts für Boote und Yachten.  1.800 Typen stehen auf der Messe zur Auswahl, vom Schlauchboot bis zur millionenschweren Luxusyacht.

692 Aussteller aus dem Ausland präsentieren sich auf der Messe und belegen über die Hälfte der Ausstellungsfläche. Mit 156 Ausstellern am stärksten vertreten sind die Niederlande, gefolgt von Italien, Frankreich, Österreich und Spanien.

Bundesverkehrsminister Tiefensee eröffnet die boot 2009

Der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtwicklung, Wolfgang Tiefensee, wird die 40. boot zusammen mit dem Innen- und Sportminister des Landes NRW, Dr. Ingo Wolf, dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, Dirk Elbers, und dem Präsidenten des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft, Robert Marx, bei der offiziellen Auftaktfeier im Eingang Nord vor rund 500 Gästen eröffnen.

Schon am ersten Wochenende startet die boot mit vielen Highlights rund um Tauchen, Surfen und Segeln.

Am Samstag, 17. Januar, 16.00 Uhr, werden sich Tina Blume (42) und Walter Tyrra (46), die seit acht Jahren in Dahab/Sinai gemeinsam eine Tauchbasis betreiben, im Tauchturm trauen lassen. In der Halle 1 treten kurz danach um 16.30 Uhr die beiden „Surfer des Jahres“ auf das Siegerpodium. Tausende Internet-User, die vom Surf-Magazin aufgefordert wurden, ihr Voting abzugeben, haben unter jeweils zehn nationalen und internationalen Surfern entschieden und gewählt. Zu den Nominierten zählen auch in diesem Jahr wieder Björn Dunkerbeck (39), der erfolgreichste Windsurfer aller Zeiten, und Bernd Flessner (39), Meister und Ranglisten-Erster im Deutschen Windsurf-Cup. Aber ob sie sich tatsächlich gegen die starke Konkurrenz durchsetzen konnten, ist noch offen.  Im Anschluss an die Siegerehrung ab 18.00 Uhr wird gefeiert in Halle 1 – mit den Stars!

Gleich am ersten Messetag erwartet das Segel Center in der Halle 1 den großen Mann des Segelsports: der zweifache America’s Cup-Sieger Jochen Schümann berichtet um 11.30 Uhr über die Formel 1 des Segelns. Weitere Mitglieder seiner Crew, Tony Kolb und Matti Paschen, werden am Dienstag, 20. Januar, 15.30 Uhr, zu Gast in Halle 1 sein.

Roland Gäbler, mehrfacher Welt- und Europameister im Tornado, ist am Samstag um 15.30 Uhr und um 16.00 Uhr in Halle 1 anzutreffen. Astrid Erdmann, seit 40 Jahren mit dem Weltumsegler Wilfried Erdmann verheiratet, stellt um 16.15 Uhr ihr erstes Buch „Die Weltumseglerin“ vor und berichtet von ihren Erlebnissen und Abenteuern auf hoher See.

Der britische Blauwassersegler und Gründer der Atlantic Rallye for Cruisers Jimmy Cornell ist am Sonntag, 15.00 Uhr, in  Halle 17 (Halle/Stand 17/A 41) anzutreffen. Der Polarforscher und  Abenteurer Arved Fuchs kommt am Sonntag, 18. Januar, 11.00 Uhr, in das Classic Forum in Halle 15  und hält einen Vortrag zum Thema „Klassische Schifffahrt unter Extrembedingungen“.   

Der neue deutsche Shootingstar Boris Herrmann berichtet von seinen Erlebnissen beim Portimao Global Ocean Race. Hermann wird am 19. Januar 2009 die zweite Etappe der 30.000 Meilen Regatta um die Welt beendet haben und den Zuschauern um 16.30 Uhr per Live-Übertragung einen Eindruck von den Ereignissen der zweiten Etappe geben.

Mit einem Segelboot von 10,80 Meter Länge reiste Sönke Roever mit Ehefrau Judith um die Welt. Jetzt liegt das Boot in Neuseeland, und das Ehepaar ist auf eine Stippvisite nach Deutschland zurückgekehrt. Was die beiden bisher erlebt haben und wann es weitergehen soll, erfahren interessierte Besucher am Montag, 19. Januar, um 16.45 Uhr im Segel Center.

Der 23. Januar ist ein großer Tag für den legendären Prof. Hans Hass. Der Pionier des Tauchsports vollendet sein 90. Lebensjahr und feiert seinen Geburtstag um 12.30 Uhr im Tauchsport Center in Halle 3, umgeben von seinen  zahlreichen Bewunderern und Freunden. Wer es nicht schafft, dabei zu sein, hat auch noch am Samstag, 24. Januar, Gelegenheit ihn bei der boot zu sehen.

Der Volkssport Angeln steht im Mittelpunkt der Halle 12. Fachleute, Meister und Weltmeister stellen auf der Bühne neue Ruten, Rollen und Reviere vor, geben Tipps und verraten Tricks, wie  große Fische zu ködern sind.

Zehn Themenwelten laden ein

Insgesamt laden zur boot 2009 zehn Themenwelten dazu ein, sich über den Freizeitspaß auf, am und unter Wasser zu informieren: Beach World, Blaue Urlaubswelt und Wassersport mobil, das Tauchsportcenter mit dem gläsernen Tauchturm, das Segel Center, der Treffpunkt für Sportfischer, die Ausstellung für maritime Kunst in der Halle 7 und die Classic Show in der Halle 15, die Infos rund um alte Boote und neue Bootsbaukunst nach klassischen Vorbildern bietet. Neu ist die World of Paddling in Halle 13, bei der sich alles um den Spaß mit Kanu und Kajak dreht.  Die Powerboot World in Halle 5 zeigt Rennboote vom Feinsten und stellt den Powerboatsport in all seinen Facetten vor.

Wassersport macht Spaß und fasziniert! Jeder kann ihn jederzeit und überall ausüben! Das ist die Botschaft, die die boot vermittelt.  Sport- und Spielangebote zum Mitmachen, Wissenswertes und handfeste Informationen, Interviews mit Stars und Sternchen aus den Szenen - das alles bieten die boot-Themenwelten in toller Atmosphäre. Rund 7.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche stehen dafür zur Verfügung.    

Boots- und Wassersportspaß für jeden Geldbeutel

Ankerplatz für die großen Schiffe ist die Halle 6. 60 Yachten laden zum Träumen ein, darunter die größte Motoryacht, die „Bandido 90’“, gut 28 Meter lang. Die größte Segelyacht ist eine Engländerin, die 20 Meter lange „Oyster 655“, die in Halle 16 festgemacht hat.

Den Bootsspaß für Leute mit kleinerem Geldbeutel gibt es vor allem in der Motorboothalle 10 sowie in der Halle 1, wo über 20  Klassenvereinigungen  zum Kennenlernen des Segelsports einladen. Kanus, Kajaks und touristische Angebote rund um den attraktiven Kanusport haben ihre Heimat in den Hallen 12 und 13.

Ganz der Unterwasserwelt gehört die Diving Show boot-Düsseldorf.  Europas größte Verbraucherschau für den Tauchsport mit 350 Ausstellern dürfte für jeden Unterwasser-Fan etwas im Angebot haben, von der Taucherbrille bis zum Ferienziel für sommerliche Tauchgänge.

Ob Außenborder, Segel, Leinen oder Bordelektronik - wer sein Boot neu ausrüsten möchte, ist in den Hallen 10 und 11 richtig. 400 hochkarätige Aussteller zeigen dort Bootsausrüstungen, Instrumente und Zubehör.

Boote und Yachten auf Zeit, die passende Destination für den kommenden Wassersporturlaub und viele maritime Dienstleister finden boot-Besucher in den Hallen 13 und 14. Wer sich in der „Blauen Urlaubswelt“ eingestimmt hat, kann sich bei 350  Ausstellern detaillierte Informationen holen.

Maritime Kunst trägt auf der boot den Namen „Galeria boot-Düsseldorf“. Rund 30 Galerien und Künstler werden sich mit ihren Arbeiten in Halle 7 den Kunstliebhabern unter den boot-Besuchern vorstellen. Die Palette der Arbeiten reicht vom Kunsthandwerk bis zur großen maritimen Malerei.  

Ihren neunten Auftritt bei der boot hat  die Künstler- und Designergruppe sub-art um Prof. Ivo Dekovic, Professor an der Fachhochschule Aachen, Fachbereich Gestaltung, in Kooperation mit der Kunstakademie Düsseldorf. „Raum der Träume“ heißt das diesjährige Thema von sub-art. Präsentiert werden am Messestand 14/E 50  Projekte, die im letzten  Sommer in Razanj (Kroatien) entstanden sind. Mit Videoinstallationen, Filmen, Lichtprojektionen, Fotografien Skulpturen und Malereien nehmen die Künstler und Gestalter von sub-art die Besucher mit auf den Weg der Träume. Auf dem nebenan liegenden Stand (14/H 51) zeigt die Kunstakademie Düsseldorf unter dem Titel „Klippfischer“ Arbeiten von Studenten der Klasse Thomas Grünfeld. Am Mittwoch, 21. Januar 2009, 11.00 Uhr, werden die Künstler von sub-art  und der Kunstakademie mit dem mit je 2.500 Euro dotierten „Förderpreis der boot-Düsseldorf  für junge Künstler ausgezeichnet. 

Das komplette Düsseldorfer Messevergnügen rund um den Yacht- und Wassersport kostet 15,00 Euro. Schüler und Studenten erhalten die Eintrittskarte ermäßigt für 10,00 Euro. Für Familien gibt es Sonderkonditionen. Erwachsene Familienmitglieder zahlen für den boot-Bummel pro Person nur 12,00 Euro, Kinder bis 12 Jahre 6,00 Euro.  Wer einen längeren boot-Besuch plant, sollte das Zwei-Tage-Ticket für 23,00 Euro nutzen. Für Kurzbesucher gibt es eine Karte für 9,00 Euro, die von Montag bis Freitag ab 15.00 Uhr angeboten wird. Jede  Eintrittskarte berechtigt zur Hin- und Rückfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr.

Düsseldorf, 16. Januar 2009

Ihr Pressekontakt:Pressereferat boot-Düsseldorf

Ausführungen von Robert Marx, Präsident des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft

Präsident der boot-Düsseldorf 2009 anlässlich des Eröffnungspressebrunches zur boot-Düsseldorf 2009 am 16. Januar 2009 in Düsseldorf

Sehr geehrte Damen und Herren,

die deutschen Werften können auf ein ausgesprochen erfolgreiches Geschäftsjahr 2007/2008 zurückblicken. Ausdruck dieses Erfolgs sind die Exportergebnisse, die im ersten Halbjahr 2008 ein Rekordniveau erreicht hatten. 3.346 Motor- und Segelyachten deutscher Hersteller im Wert von 332 Mill. Euro haben weltweit einen Käufer gefunden. Damit hat der Export um 44,4% gegenüber dem Vorjahrszeitraum zugelegt.

Insgesamt kann die europäische Bootsindustrie auf eine ungewöhnlich lange Wachstumsphase mit jährlichen Zuwachsraten von durchschnittlich 5 – 6 % zurückschauen.

Europaweit haben die jährlichen Verkaufzahlen an Motor- und Segelyachten inzwischen ein Niveau von rund 140.000 Boote und Yachten im Wert von rund 7,5 Mrd. Euro erreicht.

Insgesamt beträgt der Branchenumsatz an maritimen Gütern und Dienstleistungen innerhalb der EU mehr als 25 Mrd. Euro, der von über 37.000 Unternehmen mit rund 270.000 Beschäftigten erwirtschaftet wird.

Allerdings müssen wir feststellen, dass sich die maritime Konjunktur ab der Jahresmitte 2008 spürbar eingetrübt hat. Während im Ausrüstungs- und Dienstleistungsbereich sowie bei wassertouristischen Angeboten die Nachfrage auf hohem Niveau bleibt, müssen sich die europäischen Bootshersteller auf schwierigere Zeiten einstellen.

Die Gründe für den konjunkturellen Rückgang sind sicher vielfältig. Zum einen haben die erheblichen Umsatzsteigerungen in den letzten 10 Jahren zweifellos zu einer gewissen Marktsättigung geführt und zum anderen belastet die derzeitige Immobilien- und Finanzkrise natürlich zusätzlich das Konsumklima. Wenn das Vertrauen in eine wirtschaftlich positive Zukunft schwindet, ist Kaufzurückhaltung gerade bei größeren Investitionen eine fast zwangsläufige Folge.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, auf internationale wirtschaftliche Entwicklungen hat die maritime Wirtschaft zweifellos keinen Einfluss. Sie stellen für uns Rahmenbedingungen dar, die wir akzeptieren und mit denen wir als mittelständische Unternehmen umgehen müssen.

Allerdings haben wir die Chance, auf die sich abzeichnende Marktsättigung mit kreativen Konzepten zu reagieren. Der Bundesverband Wassersportwirtschaft hat im Sommer 2008 eine bundesweite Befragung von 20.000 Wassersporthaushalten durchgeführt. Wir haben u.a. festgestellt, dass die Bereitschaft ein eigenes Boot zu erwerben in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken ist. Konnten bis Mitte der 90er Jahre durchschnittlich 2,5% der Bevölkerung für ein eigenes Boot begeistert werden, ist dieser Anteil in den folgenden Jahren auf ca. 1,5% gesunken.

Diesem Trend können wir entgegenwirken wenn es uns gelingt, den Bootssport als attraktive, erlebnisreiche, familienfreundliche und erschwingliche Freizeitbeschäftigung besser in der Öffentlichkeit zu positionieren. Dazu sind, nicht nur im Marketing sondern auch im Bereich der Entwicklung einsteigergerechter Boote für junge Familien, große Anstrengungen notwendig.

Allerdings müssen auch die in Form von Führerscheinen und Befähigungsnachweisen aufgebauten Hemmschwellen auf ein vernünftiges Niveau zurückgeführt werden. Ich bin sehr froh, dass sich der Bundestag im vergangenen Jahr mehrfach mit dem Thema Wassertourismus und Wassersport beschäftigt hat und sich eindeutig zu deregulierenden Maßnahmen bekannt hat. Wir werden, gemeinsam mit weiteren Verbänden, diesen richtigen Weg nach Kräften unterstützen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, die maritime Wirtschaft ist mit Optimismus nach Düsseldorf gekommen. Aussteller und Messegesellschaft haben sich jede Mühe gegeben, ein erlebnisreiches und animierendes Umfeld für die Besucher zu schaffen. Die gesamte Welt des Wassersports ist an Bord und offeriert ein breites Angebot an Produkten und Dienstleistungen für alle Bereiche des Wassersports. Ein wirklich einzigartiger Marktplatz an Möglichkeiten.

Meine sehr geehrten Damen und Herren von den Medien, ich wünsche Ihnen gute und informative Gespräche auf der boot und danke Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung und Ihr Wohlwollen.