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22.6.2017 : 16:24 : +0200

Tauchversicherung

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Malediven - Tauchrichtlinien, Richtlinien für das Tauchen, Tauchvorschriften

Der Tauchsport ist ein wichtiger Bestandteil des maledivischen Tourismus.

Wenn die Bevölkerung den Tauchsport als sicher anschaut, kann Tauchen zum Wachstum des Tourismus beitragen.

Der Tauchsport in den Malediven hat seit je her einen sehr hohen Sicherheitsstandard genossen, nicht zuletzt wegen der ständigen Kommunikation zwischen Regierung und Tauchschulen.

Das Ministerium für Tourismus gibt Vorschriften heraus, um den Tauchsport sicher zu betreiben. Taucher und Tauchschulpersonal werden gebeten diese genau einzuhalten, auch aus Respekt gegenüber dem Gastgeberland.

Eine Kopie dieser Vorschriften muß bei jeder Tauchschule ausliegen und jederzeit von Tauchern eingesehen werden können

1. Ausbildungsanforderungen

    Minimale Ausbildungsstand für Leute die in den Malediven tauchen möchten, ist die unterste Ausbildungstufe von RSTC angeschlossenen Verbänden oder das 2 Stern CMAS Zertifikat von CMAS angeschlossenen Verbänden.
    Für andere Tauchsportverbände gilt als Mindestanforderung 4 Freiwassertauchgänge und das entsprechende Grundwissen von RSTC.
    Taucher haben ihre Erfahrung und ihren Ausbildungstand mit Logbuch und Zertifikat zu belegen.
    Taucher, die ihre Ausbildung nicht wie oben erwähnt belegen können, müssen gemäss den Vorschriften des entsprechenden Tauchsportverbandes an einer Ausbildung teilnehmen.
    Taucher die ihre Erfahrung nicht mit einem Logbuch belegen können, müssen ihr Können während einem Orientierungstauchgang demonstrieren.
    siehe Punkt 11: Orientierungstauchgang.

2. Aufsicht über Tauchaktivitäten

    Alle Tauchaktivitäten an Land wie unter Wasser müssen vom Tauchschulpersonal direkt oder indirekt beaufsichtigt werden.
    Das Tauchschulpersonal muß alle notwendigen Voraussetzungen schaffen, für die unten aufgeführten Tauchschulvoraussetzungen zu erfüllen.
    Direkte Beaufsichtigung wird so definiert, daß das Tauchschulpersonal physisch anwesend und in der Lage sein muss, das Verhalten der Taucher persönlich zu beurteilen um eventuelle Probleme zu vermeiden oder zu lösen.
    Indirekte Beaufsichtigung wird so definiert, daß das Tauchschulpersonal die Tauchaktivitäten organisiert und in der Lage ist auf eventuelle Probleme in angemessener Zeit zu reagieren.
    Vor jedem Tauchgang muss ein Briefing (Tauchgangsbesprechung) durch die Tauchschule durchgeführt werden.
    Für alle Tauchaktivitäten müssen folgende Angaben der Taucher notiert werden: Tauchzeit, maximale Tauchtiefe und restlicher Luftvorrat. In Ergänzung dazu muß die Start- sowie die Endzeit der Tauchgänge festgehalten werden. Diese Angaben müssen für mindestens ein Jahr von der Tauchschule aufbewahrt und auf Verlangen vorgewiesen werden.
    Zertifizierte Taucher können zusammen mit anderen zertifizierten Tauchern tauchen, wenn die Bedingungen entsprechend dem Ausbildungsstand sind. Für anspruchsvollere Bedingungen muß die Erfahrung anhand des Logbuches nachgewiesen werden.
    Zertifizierte Taucher die nicht den nötigen Ausbildungsstand für die jeweiligen Bedingungen haben, müssen unter direkter Beaufsichtigung des Tauchschulpersonals an Tauchgängen teilnehmen.

3. Erlaubte Maximaltiefe

    Die maximal erlaubte Tauchtiefe für alle Taucher beträgt 30 Meter.
    Das gilt auch für alle die tiefe Tauchgänge trainieren und in den Malediven an Tauchgängen teilnehmen und zwar für Tauchtouristen sowie Tauchschulpersonal. Dies gilt für Tauchlehrer während der Arbeit oder Freizeit und für Taucher die an Tieftauchgängen bei Advanced Kursen und Tieftauchkursen teilnehmen.
    Diese Tiefengrenze gilt auch für Safari- und Wohnboote.
    Es sind keine Ausnahmen erlaubt.
    Personen die wiederholt oder vorsätzlich gegen diese Vorschrift verstoßen, werden von allen weiteren Tauchaktivitäten ausgeschlossen. Tauchschulpersonal welches diese Bestimmungen wiederholt oder vorsätzlich nicht einhält, muss mit disziplinarischen Maßnahmen der Maledivischen Regierung rechnen.
    Anfänger dürfen bis zu einer Tiefe von 20 Meter tauchen oder bis maximal bis zu den entsprechenden Tiefenlimits ihres Tauchsportverbandes, jedoch nicht tiefer als 20 Meter.
    Taucher die Ausbildung in Tieftauchen haben dürfen tiefer als 20 Meter tauchen.
    Tieftauchkurse müssen gemäß den Standards des Ausbildungsprogrammes, welche der Tauchlehrer befugt ist durchzuführen, abgehalten werden, wie es auch in Teil 1 aufgeführt ist.
    Der Umstand daß Anfänger unter Aufsicht von Tauchschulpersonal tauchen, soll nicht bedeuten, daß diese tiefer wie 20 Meter tauchen dürfen bevor sie an einem Training für Tieftauchen teilgenommen haben.

4. Dekompressiontauchgänge

    Es sind nur Nullzeittauchgänge erlaubt in den Malediven. Das gilt für alle Personen die an Tauchgängen in den Malediven teilnehmen (Touristen, Tauchschulpersonal und Tauchlehrer während der Arbeit oder während der Freizeit). Das gilt ebenso für Tauchlehrer und Tauchschüler die an Advanced Kursen oder Tieftauchtraining teilnehmen.
    Diese Tiefengrenze gilt auch für Safari- und Wohnboote.
    Es sind keine Ausnahmen erlaubt.
    Personen die wiederholt oder vorsätzlich gegen diese Vorschrift verstoßen, werden von allen weiteren Tauchaktivitäten ausgeschlossen. Tauchschulpersonal die diese Bestimmungen wiederholt oder vorsätzlich nicht einhalten, müssen mit disziplinarischen Maßnahmen der maledivischen Regierung rechnen.

5. Anforderungen an die Tauchschule

    Alle Tauchschulen müssen bei den maledivischen Behörden registriert sein und dürfen nur Sporttauchaktivitäten durchführen.
    Alle Tauchschulen müssen mit reinem Sauerstoff und einem Notfallplan für eventuelle Tauchunfälle ausgerüstet sein.
    Der Notfallplan muß folgendes beinhalten:
        Suchmethoden für vermißte Taucher
        Erste Hilfe Methoden
        Transportmethode zur nächsten medizinischen Einrichtung
        Berichterstattung an die Behörden (Polizei, Küstenwache, Ministerium für Tourismus, etc.)
    Alle Tauchschulen müssen einen Basisleiter anstellen, welcher für die Tauchschule verantwortlich ist und täglich anwesend sein muß. Falls der Basisleiter abwesend sein sollte, muß eine Vertretung bestimmt werden.

6. Tauchschulmaterial

    Tauchschulen müssen mit gut gewartetem Tauchmaterial versehen sein.
    Die Tauchflaschen müssen alle zwei Jahre bei einer staatlich anerkannten Stelle auf Druck geprüft werden.
    Die Schwimmhilfen (Jackets) müssen für den Tauchsport hergestellt sein und mit einem Anschluß für einen Mitteldruckschlauch versehen sein. Die Jackets müssen gemäß den Angaben des Herstellers gewartet werden.
    Die Lungenautomaten müssen für den Tauchsport hergestellt sein und gemäß den Angaben des Herstellers gewartet werden.
    Eine alternative Luftversorgung gehört zur Standardausrüstung.
    Tauchschulen müssen alternative Luftversorgungen und Tiefen- sowie Zeitmeßinstrumente zur Vermietung bereitstellen.

7. Tauchboote

    Tauchboote unterstehen der Verantwortlichkeit der Eigentümer und der Bootsmannschaft.
    Tauchboote müssen drei Besatzungsmitglieder haben und ein funktionierendes Funkgerät oder Funktelefon und immer genügend Treibstoff um eine Tauchfahrt zu unternehmen auch wenn das Ziel mal geändert wird.
    Die Bootsmannschaft muß sich der Sicherheit der Taucher widmen und helfen wo sie nur kann.
    Im Falle eines Wetterumschlages muß die Bootsmanschaft fähig sein Taucher zurück rufen zu können.
    Das Tauchschulpersonal ist verantwortlich für eine Reserveflasche, Reserveausrüstungen, Erste Hilfe, Sauerstoffausrüstung, Taucherflagge und einer Treppe für einen komfortablen Einstieg ins Boot. Die Tauchflagge muß gehißt werden während dem die Taucher im Wasser sind und entfernt werden, nachdem der letzte Taucher wieder zurück im Boot ist.

8. Standard Tauchausrüstung

    Während allen Tauchaktivitäten muß jeder Taucher mit folgenden Ausrüstungsgegenständen ausgerüstet sein:
        Maske, Schnorchel, Flossen
        Lungenautomat mit Manometer und einer alternativen Luftversorgung
        Auftriebskörper (Jacket)
        Zeit- und Tiefenmeßgerät
        Sicherheitsboje
        Messer und Notfall Signaleinrichtungen.
    Der Gebrauch von Tauchcomputern wird sehr empfohlen.

9. Sicherheitsanforderungen

    Alle Tauchschulen müssen einen Notfallplan haben, wie das unter Punkt 5: "Anforderungen an die Tauchschule" erwähnt ist.
    Das Tauchschulpersonal muss vor jedem Tauchgang ein Briefing durchführen welches folgende Informationen beinhaltet:
        Sicherheitsvorschriften
        Tiefenlimit
        Tauchplatzeigenschaften
        Strömungen
        Ein- und Ausstiegstechniken
        Schutz der Umwelt
        potentielle Gefahren
    Nach allen Tauchgängen muss ein Sicherheitsstop von mindestens 3 Minuten auf 5 Meter Tiefe gemacht werden. Taucher müssen den Stop mit mindestens 50 bar Luftvorrat beginnen.
    Der Gebrauch eines Jackets ist obligatorisch für alle Tauchaktivitäten.
    Unter keinen Umständen ist es erlaubt alleine zu tauchen.
    Aus praktischen Gründen ist die Bezeichnung "tauchen" als Sporttauchen zu verstehen. Professionelle Taucher und Militärtaucher müssen sich auch an diese Vorschriften halten, wenn sie an Sporttauchaktivitäten teilnehmen.
    Es sind keine Ausnahmen dieser maledivischen Tauchvorschriften erlaubt, ausser sie würden ausdrücklich und schriftlich vom Ministerium für Tourismus genehmigt.

10. Tauchschulpersonal

    Um Tauchaktivitäten zu beaufsichtigen oder Übungen machen zu können muß eine Person folgende Voraussetzungen erfüllen:
        Divemaster sein (RTSC) oder 4 Stern Taucher (CMAS) oder gleichwertiges verglichen mit RSTC Standards.
        Eine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung (Visum) besitzen für alle nicht maledivischen Staatsangehörigen.
        Eine Berufshaftpflichtversicherung haben.
        Eine Versicherung gegen Tauchunfälle und für Behandlungen in einer Dekompressionskammer besitzen.
    Alle Ausbildungstauchgänge und Zertifizierungen müssen von einem Instruktor gemacht werden.
    Zusätzlich zu dem oben genannten muß ein Instruktor:
        als Instruktor zertifiziert sein (RSTC) oder 2 Stern Moniteur (CMAS) oder gleichwertiges, verglichen mit RSTC Standards.
        er/sie muss im Lehrstatus des entsprechenden Tauchsportverbandes sein.
        er/sie muss sich strikt an das Ausbildungsprogramm des entsprechenden Tauchsportverbandes halten.
    Die Funktion als Tauchbasenleiter muß ein zertifizierter Tauchlehrer ausüben.

11. Orientierungstauchgang

    Ist ein Taucher ausgebildet und zertifiziert, kann aber keine 30 Tauchgänge und/oder hat in den letzten 3 Monaten nicht getaucht, ist es angebracht, einen Orientierungstauchgang zu machen.

    Ein Orientierungstauchgang ist kein Test, sondern ein Tauchgang in flachem Wasser unter ruhigen, kontrollierten Bedingungen. Er dient dazu dem Taucher wieder Vertrauen in sein Können zu geben, z.B. üben wir Maske leeren, erlangen des Automaten, austarieren, Aufstiege, Abstiege und atmen mit einen alternativen Luftversorgung.