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22.11.2017 : 10:25 : +0100

Tauchversicherung

Tiefenrausch - Tauchkrankheit - Taucher Erkrankungen

Allgemeine Informationen zu Grundlagen des Tauchen und Taucherkrankheiten beim Onlinemagazin Divers Travel Guide - Tauchpresse

Die Luft, die wir einatmen, besteht zu ca. 78% aus Stickstoff (N2 ) und zu ca. 21% aus Sauerstoff (O2 ). Die anderen Bestandteile, die unter einem Prozentanteil liegen, sind Kohlendioxyd, Wasserdampf und andere Stoffe, wie z.B. Edelgase. => siehe Grundlagen

Ab einer Wassertiefe von ca. 30m kann Stickstoff jedoch die Freisetzung von bestimmten Botenstoffen im Gehirn verzögern oder blockieren und daher wie ein Narkotikum wirken.

Dabei wird die betreffende Person euphorisch, verliert meist die Selbstkontrolle und gerät daher in Gefahr, z.B. dadurch, dass in größere Tiefe abgetaucht wird, der Lungenautomat herausgerissen wird (aus diesem Grund sichern Taucher, welche vorsätzlich in größeren Tiefen tauchen, Ihren Lungenautomaten ( Mundstück ) zusätzlich mit einem Band, welches das herausreißen im Rausch verhindern soll)

Symptome

  • optische Sinnestäuschungen wie falsches Farbensehen, Tunnelblick
  • akustische Sinnestäuschungen, Fische beginnen zu sprechen
  • Euphorie
  • eingeschränkte Urteilskraft bis zur Sorglosigkeit
  • Angstgefühle, Beklemmungen
  • Bewusstseinstrübungen bis hin zur Bewusstlosigkeit


Sollten derartige Symptome merkbar werden, ist sofort in geringere Tiefe aufzutauchen; manchmal helfen bereits wenige Meter.

Der Partialdruck, ab dem der Tiefenrausch auftritt, hängt stark von dem jeweiligen Menschen, seiner Konstitution und natürlich von der Dauer des Aufenthalts in der jeweiligen Tiefe ab; aber spätestens ab 60 m ist auch bei kurzem Aufenthalt mit dem Auftreten dieser Symptome zu rechnen