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22.7.2017 : 18:45 : +0200

Tauchversicherung

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Hypothermie, Unterkühlung - Tauchkrankheiten - Taucher Erkrankungen

Allgemeine Informationen zu Grundlagen des Tauchen und Taucherkrankheiten beim Onlinemagazin Divers Travel Guide - Tauchpresse

Der menschliche Körper hält seine Kerntemperatur im Mittel auf 37°C. Über Temperaturrezeptoren wird die Wärmeabgabe oder Wärmeproduktion geregelt.

Die meisten dieser Wärme- und Kälterezeptoren befinden sich in der Haut.

Durch geringere Wassertemperatur kühlt der Körper aus. Die Stellgrößen sind die Isolierung mittels Anzug, die Wassertemperatur in den betauchten Tiefen und die Anzahl der aufeinander folgenden Tauchgänge.

Aufgrund der schlechten Leitfähigkeit des Wassers kommt es zu den sog. Sprungschichten, dass selbst im Sommer bereits ab 20 m Tiefe in Seen teilweise nur 5 - 12° C lauern können.

Bei der Unterkühlung vergrößert sich trotz Einhalten der Deko-Zeiten das Risiko der Caissonkrankheit, weil sich zum einen die N-Sättigung des Gewebes erhöht und zum anderen aufgrund der gesunkenen Durchblutung Stickstoff (N) langsamer abgegeben wird.

Symptome

    Frieren
    Kältezittern
    Müdigkeit
    Schwäche
    mangelnde Konzentration
    Apathie
    Schläfrigkeit
    Verwirrtheit
    Bewusstlosigkeit
    unter 32° C Kerntemperatur Koma
    unter 28° C Kerntemperatur Herzflimmern mit anschließendem Tod

Therapie

Die betroffene Person sollte bei Bewusstsein und warm (durch Decken u. warme Getränke) gehalten werden. Keinen weiteren Anstrengungen aussetzen, am besten Bettruhe.

Bewusstlosen am besten mit Körperwärme helfen und sofort (Not-)Arzt rufen.

Prophylaxe

Tauchanzüge mit angemessener Isolierung wählen. Bei Kältegefühlen in höhere und wärmere Wasserschichten auftauchen, ggf. Tauchgang abbrechen.